Das „Drei Schwestern“-Bier kommt einmalig in die Dose

Vorarlberg / 19.05.2022 • 18:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Aktion der Frastan-zer Brauerei zum Büchsenfest in ­Gampelün.

Frastanz Das ist kein verspäteter Faschingsscherz mitten in der ersten heißen Wetterphase dieses Jahres. Wenn die „Alpenrepublik Gampelün“ (ARG), die umtriebige Fasnatzunft in der gleichnamigen Parzelle der Gemeinde Frastanz, heuer ihren Sommerkarneval veranstaltet, dann gibt´s erstmals in der 120-jährigen Geschichte der Frastanzer Brauerei-Genossenschaft tatsächlich das Bier in Dosen.

Die Faschingszünftler konnten die Brauerei mit den „Drei Schwestern“ im Logo und mithin den Geschäftsführer der Brauerei, Kurt Michelini, erstmalig und vorerst auch einmalig von einer Dosenbierabfüllung überzeugen. Die ersten Dosen „s’klenne“ wird es auf der sogenannten Büchsenparty der „Alpenrepublik Gampelün“ am Samstag, 20. August, in der Parzelle Gampelün zu kaufen geben. Anschließend werden einzelne Dosen am Rampenverkauf der Brauerei in Frastanz angeboten. Ein Verkauf im Lebensmittelhandel steht aktuell nicht an.

Kurt Michelini begründet den einmaligen Zuspruch an die Fasnatzunft mit dem Nachhaltigkeitsaspekt. Die ARG hat sich dazu verpflichtet, sämtliche Aludosen sortenrein zu sammeln und beim Recyclinghof Loacker zu entsorgen. Damit soll die Ressourcenverschwendung vermieden werden. Die Brauerei setzt konsequent auf Nachhaltigkeit. Deshalb werden aktuell auch nur Mehrweg-Glasflaschen befüllt. Das Leergut wird von der Brauerer in den Lebensmittelmärkten abgeholt, gereinigt und anschließend wieder befüllt. Bis zu 50 Mal klappt dieser Mehrwegvorgang.

Bei der jetzt einmaligen Dosenbieraktion der Frastner werden eigens für das Gampelün-Fest 50 Hektoliter, also 5000 Liter, in jeweils 0,33-l-Bierdosen, abgefüllt. Das sind dann in etwa insgesamt 15.200 Dosen. Diese große Menge kommt vor allem durch die Mindestmenge einer Dosenfüllung zustande. Da dies der erste Testlauf der Brauerei für Bier in Dosen ist, verfügt diese nicht über eine eigene Dosenfüllanlage, daher wird das Bier in einer Brauerei in Deutschland abgefüllt.

Eine Dosenabfüllung ist allerdings auch kostspielig. „Dass Dosenbier gleich Billigbier wäre, ist ein Irrglaube, ganz im Gegenteil, es wird dadurch sogar etwas teurer“, bekräftigt Kurt Michelini. Zwischen einem und 1,20 Euro wird eine Dose „s’klenne“ zu kaufen sein. Im Vergleich dazu kostet eine 0,33 Liter Glasflasche „s’klenne“ im Markt aktuell 0,79 Euro ohne Pfand. Eine reguläre Abfüllung in Dosen sowie die Belieferung der Lebensmittelhändler soll es laut dem Brauerei-geschäftsführer erst geben, wenn in Österreich Dosenpfand eingeführt wird. Das neue Abfallwirtschaftsgesetz sieht ab 2025 Pfand für Plastikflaschen sowie Getränkedosen vor. VN-SAH