Stadtkapelle ließ wieder Festspielhaus erklingen

Vorarlberg / 23.05.2022 • 16:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster begeisterte in Bregenz ihr Publikum.<span class="copyright">Stadtkapelle</span>
Die Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster begeisterte in Bregenz ihr Publikum.Stadtkapelle

Konzert im Festspielhaus brachte vom Publikum bejubelt endlich die lang ersehnte neue Freiheit für den größten Bregenzer Klangkörper.

Bregenz Die Pandemie konnte die Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Bregenz-Vorkloster nicht in die Knie zwingen. Das stellte die Blasmusik nach langer Zwangspause bei ihrem Jahreskonzert im Festspielhaus eindrucksvoll unter Beweis. Der Reigen aus romantischen, gefühlvollen und temperamentvollen Klängen begeisterte das Publikum.

Jungbläser eröffneten

Auf den musikalischen Abend stimmten die „Rookies“, ein Jungbläser-Ensemble der Musikschule Bregenz unter Leitung von Kapellmeister Thomas Gertner ein. Ein sympathischer Auftakt, der bei perfektem Zusammenspiel den hohen Ausbildungsgrad widerspiegelte.

Große Spielfreude

Die Vorklöstner, deren Anfänge ins Jahr 1888 zurückreichen und die heute mit ihren rund 50 Mitgliedern die größte der drei Bregenzer Blaskapellen darstellen, legten mit dem Konzertmarsch „Sempre unita“ los. Man merkte den Musikantinnen und Musikanten die große Spielfreude an, nach langer Coronapause endlich wieder gemeinsam musizieren zu können. Mit romantischen Klängen im Dreivierteltakt, schmissigen Rhythmen und bekannten Melodien hatte die Stadtkapelle ihr Publikum voll im Griff. Mit seiner Fingerfertigkeit am Xylophon faszinierte der 16-jährige Nachwuchskünstler Umutcan Aksoy beim Stück „The golden Age oft the Xylophon“. Verena Steurer zog mit ihrem Querflöte-Solo bei „Rondo for Rosie“ den Saal in ihren Bann. Im Programm auch Barry Manilos „Copacabana“. Mit dem Abendlied von Josef Rheinberger, der seine Gedanken zum Frieden in der Welt und dem Glaube an das Gute im Menschen in zart klingende Melodien kleidete, brachte der Vorklöstner Klangkörper besinnliche Gedanken ins Festspielhaus.

Souveräner Kapellmeister

Souverän leitete Kapellmeister Thomas Gertner seine Truppe, reizte das hohe Können seiner Musikerinnen und Musiker aus, die Dank seiner Stabführung sehr zur Freude des Publikums über sich hinauswuchsen. Ihr Publikum, das frenetischen Applaus spendete, schickte die Stadtkapelle mit den zwei Märschen „Euphoria“ und „Mein Österreich“ auf den Heimweg.

Fritz Mattweber, der als Obmann von 2003 bis 2011 die Geschicke der Stadtkapelle maßgeblich mitgeprägt hat und nach wie vor als Saxophonist im Einsatz steht, ließ den Abend prägnant Revue passieren: „Die Begeisterung war sowohl beim Publikum als auch unseren Musikerinnen und Musikern zu spüren. Ein stimmiger Abend und ein Konzerterlebnis, das keine Wünsche offen ließ.“ HAPF