Neue Perspektiven für 3175 Kinder und deren Familien

Vorarlberg / 24.05.2022 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neue Perspektiven für 3175 Kinder und deren Familien
Nur mit Selbstvertrauen können Kinder für sich einstehen und ihre Zukunft gestalten. VOKI

Angebot des Vorarlberger Kinderdorfs reicht von Prävention bis zu stationärer Betreuung.

Bregenz „Kinder brauchen Geborgenheit und Sicherheit ebenso wie Freiraum für Entwicklung“, stellt das Vorarlberger Kinderdorf in seinem neuen Jahresbericht fest. Damit Kinder für ihre Interessen und Anliegen eintreten können, benötigen sie Selbstvertrauen und Lebensmut. Für eine positive Persönlichkeitsentwicklung bräuchten sozial benachteiligte Kinder einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Freizeitangeboten. „Es ist Aufgabe von uns allen, dafür zu sorgen, dass möglichst viele Kinder diesen Zugang erhalten und damit die Chance, ihre Talente und Fähigkeiten zu entfalten“, so die Geschäftsleitungs-Doppelspitze Alexandra Wucher und Simon Burtscher-Mathis.

Im vergangenen Jahr setzten sich 352 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vorarlberger Kinderdorfes für den Schutz, neuen Lebensmut und mehr Chancengerechtigkeit für benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. 3175 Kinder und deren Familien wurden 2021 unterstützt. Die Angebote der sieben Fachbereiche reichen von Prävention bis zu stationärer Betreuung. Davon wurden 1136 Kinder ambulant betreut. 166 Kinder fanden stationär Halt und Geborgenheit, 205 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. In der Auffanggruppe und privaten Krisenpflegefamilien wurde 85 Kindern Schutz und Sicherheit geboten.

Alexandra Wucher und Simon Burtscher-Mathis. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Alexandra Wucher und Simon Burtscher-Mathis. VN/Paulitsch

Eine zentrale Bedeutung kam auch 2021 wieder der möglichst frühzeitigen Unterstützung von Familien in prekären Lebenssituationen zu. Mit 268 Neuzuweisungen meldet „Netzwerk Familie“ die höchste Zahl an jährlich zugewiesenen Familien seit der Gründung im Jahr 2009. Knapp 1700 Kindern wurden durch präventive Hilfen des Vorarlberger Kinderdorfs neue Perspektiven geschenkt.

Freiwillige stärken Kinder

Der Fachbereich „Familienimpulse“ unterstützte mit Freiwilligen 270 Familien mit knapp 800 Kindern. 199 Frauen und 26 Männer engagierten sich beim „Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen“. Fast 19.500 Stunden wurden gemeinsam mit Kindern verbracht, um den Mädchen und Buben eine neue Chance zu schenken oder Familien im Alltag den Rücken zu stärken.
Die im Vorjahr zum 70. Geburtstag gestartete Initiative „Wir Kinder Vorarlbergs!“ zeigt, welche wichtige Rolle Ermutigung und Bestärkung in einem Kinderleben spielen. Inzwischen gibt es auf der gleichnamigen Website über 80 Geschichten über das Großwerden. „Kindern Perspektiven schenken, das können wir alle“, sind Alexandra Wucher und Simon Burtscher-Mathis überzeugt. Im Unternehmensbericht warten nicht nur Zahlen und Fakten auf, authentische Erzählungen der Führungskräfte des Vorarlberger Kinderdorfs gewähren ermutigende Einblicke in die eigene Kindheit. VN-PAG