Neues Führungsduo für Lustenauer Feuerwehr

Vorarlberg / 24.05.2022 • 16:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Pascal Fitz als Stellvertreter (v.l.) und Neo-Kommandant Jürgen Hämmerle lösen Dietmar Hollenstein und Florian Kremmel ab, die zwölf Jahre lang die Lustenauer Feuerwehr führten. <span class="copyright">bvs</span>
Pascal Fitz als Stellvertreter (v.l.) und Neo-Kommandant Jürgen Hämmerle lösen Dietmar Hollenstein und Florian Kremmel ab, die zwölf Jahre lang die Lustenauer Feuerwehr führten. bvs

Dietmar Hollenstein und Florian Kremmel traten nach zwölf Jahren ab.

Lustenau Die 138. Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Lustenau am Samstagabend wurde mit großem öffentlichem Interesse verfolgt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Einsatzjahr wurden langjährige Feuerwehrmitglieder geehrt und am Ende ein neuer Feuerwehr-Kommandant gewählt.

Dietmar Hollenstein und Florian Kremmel gaben nach zwölf Jahren die Führung der Lustenauer Feuerwehr ab. Nachfolger von Hollenstein wird Jürgen Hämmerle (38), der sich zur Wahl stellte und diese mit 89-prozentigem Zuspruch gewann. Pascal Fitz (31) unterstützt Hämmerle und übernimmt das Amt des Stellvertreters.

Jahresrückblick des scheidenden Chefs.
Jahresrückblick des scheidenden Chefs.

„Florian und ich übergeben heute mit Stolz unsere Aufgaben an zwei top-motivierte und bestens ausgebildete junge Feuerwehrmänner“, sagte der scheidende Kommandant Dietmar Hollenstein. Er blickt gemeinsam mit seinem Stellvertreter Florian Kremmel auf zwölf aufregende Jahre zurück. Zahlreiche Meilensteine, wie unter anderem der Einzug ins neue Haus, Investitionen in neue und topmoderne Fahrzeuge, ein einheitlicher Auftritt der Feuerwehr sowie neue Pager für alle Mitglieder konnten unter ihrer Führung verzeichnet werden. „Dies war möglich, weil wir ein motiviertes Team haben, das gerne im Dienst der Lustenauer Bevölkerung ist“, betonte Hollenstein.

Brigitte Hollenstein (2.v.l.) und Pamela Kremmel werden künftig wohl nicht mehr so oft auf ihre Gatten verzichten müssen.
Brigitte Hollenstein (2.v.l.) und Pamela Kremmel werden künftig wohl nicht mehr so oft auf ihre Gatten verzichten müssen.

Der neu gewählte Kommandant Jürgen Hämmerle ist seit 20 Jahren bei der Feuerwehr und hat bereits als Projektleiter beim Bau des neuen Feuerwehrhauses mitgewirkt. „Ich werde gemeinsam mit Pascal Fitz dort anknüpfen, wo unsere Vorgänger aufgehört haben“, sagte der neu gewählte Kommandant. „Ich freue mich auf die bevorstehende Arbeit“, betonte er. Das nächste Jahr bringe ein paar Herausforderungen mit sich, wie das 140-jährige Jubiläum, neue Fahrzeuganschaffungen sowie 70 Jahre Feuerwehrjugend. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse, und freue mich auf die bevorstehende Zeit“, sagte er. Er wird die gute Zusammenarbeit mit den umliegenden Feuerwehren, der Polizei sowie dem Roten Kreuz weiterführen, wie Hämmerle betont.

Die Zahl der Einsätze hat sich in den vergangenen Jahren stetig gesteigert. 2021 rückte die Lustenauer Feuerwehr 205 Mal aus. „Das waren im Schnitt vier Einsätze pro Woche“, erklärte Dietmar Hollenstein im Zuge seiner Präsentation. 6500 ehrenamtliche Einsatzstunden konnten sie verbuchen. „Eine beachtliche Zahl, die wir für die Sicherheit der Bevölkerung investiert haben“, so Hollenstein. Hollenstein und Kremmel bedankten sich bei allen Feuerwehrfrauen und -männern für die sehr gute und professionelle Zusammenarbeit.

Langjährige Mitglieder geehrt

Im Zuge der Jahreshauptversammlung ehrte das scheidende Team noch ein letztes Mal die langjährigen Kameraden. Benjamin Mehrrath wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Feuerwehr geehrt. Günter Dullnig und Walter Grabher für 40 Jahre. Siegfried Felder wurde für 50 Jahre Treue ausgezeichnet. Heinz Hämmerle, Werner Hollenstein und Erich König wurde die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Am Ende fand Bürgermeister Kurt Fischer lobende Worte für die Feuerwehr. „Ihr seid das Lebenselixier unserer Gesellschaft. Mitzuerleben, wie selbstlos ihr euch einsetzt, gibt uns wiederum Kraft für unseren Alltag“, sagte Fischer. Die Sitzung wurde mit dem Feuerwehrspruch: „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ geschlossen. bvs