Neue Omikron-Variante BA.2 bringt mehr Symptome

Vorarlberg / 27.05.2022 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
ABD0076_20220105 - HANNOVER - DEUTSCHLAND: 05.01.2022, Niedersachsen, Hannover: Eine biologisch-technische Assistentin zeigt aufbereitete PCR-Tests auf das Corona-Virus von Patienten im PCR-Labor vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA). Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/dpa/Julian Stratenschulte

ABD0076_20220105 – HANNOVER – DEUTSCHLAND: 05.01.2022, Niedersachsen, Hannover: Eine biologisch-technische Assistentin zeigt aufbereitete PCR-Tests auf das Corona-Virus von Patienten im PCR-Labor vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA). Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. – FOTO: APA/dpa/Julian Stratenschulte

Erste Studien zeigen, dass der Impfschutz schneller sinkt.

Wien Zunächst die gute Nachricht: Die Expertinnen und Experten des österreichischen Covid-Prognosekonsortiums gehen auch für die kommende Woche weiter von einem Abwärtstrend bei den Infektionszahlen aus. Innerhalb von 24 Stunden wurden am Freitag knapp 3000 Neuinfektionen registriert. Das scheint vor allem am saisonalen Effekt, spricht am schönen Wetter, zu liegen. Doch der durch Infektion oder Impfung erworbene Immunschutz nimmt ab. Zudem dürfte die in Österreich bereits dominante Omikron-Variante BA.2 mehr Symptome und schwerere Verläufe verursachen. 

Mehr Symptome bei BA.2

Insgesamt kommt es aber zu weniger schweren Verläufen als noch bei der Delta-Variante, die bis Ende 2021 dominierte. Anfang 2022 wurde sie rasant von der ansteckenderen Variante Omikron verdrängt – und zwar von der Subvariante BA.1. Danach übernahm BA.2 zunehmend, was abermals neue Dynamiken in das Pandemiegeschehen brachte. In Großbritannien breitete sich BA.2 schon früh schnell aus, daher liegt bereits robustes Datenmaterial vor. Eine Studie des Imperial College widerspricht demnach der Annahme, dass ansteckendere Varianten harmloser sind. BA.2 zeigt etwas mehr und stärkere Symptome als BA.1. Zudem sinkt der Impfschutz vor Krankenhausaufenthalten rascher. 

So sehen die Ergebnisse im Detail aus: Nach einer Auffrischungsdosis werden schwere Verläufe nach einer Infektion mit BA.2 zu 89,1 Prozent verhindert. Nach 15 oder mehr Wochen ging dieser Wert bei BA.1 auf 80,4 zurück, während er bei BA.2 auf 56,5 Prozent absank. 

In Großbritannien geht die Entwicklung bereits weiter: Die Omikron-Untervarianten BA.4 und BA.5 wurden dort als besorgniserregende Varianten eingestuft. Die bisherigen Analysen der vorliegenden Daten wiesen laut britischer Gesundheitsbehörde auf einen Wachstumsvorteil gegenüber der noch vorherrschenden Omikron-Untervariante BA.2 hin. In Südafrika haben diese beiden Subvarianten die Infektionszahlen in die Höhe schnellen lassen. Auch in Niederösterreich wurden bereits einige Fälle dieser Subvarianten registriert.

65,9 Prozent mit Impfschutz

Insgesamt haben laut den Daten des österreichischen E-Impfpasses 6.827.980 Personen bislang zumindest eine Impfung erhalten. 5,9 Millionen Menschen und somit 65,9 Prozent der Einwohner verfügen über einen gültigen Impfnachweis. VN-JUS