Der Weg in eine nachhaltige touristische Zukunft

Vorarlberg / 30.05.2022 • 16:47 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Goldene Corona für Christian Gantner, Josef Manahl-Tagwerker und Manuel Bitschnau. 2. v. l.: Heike Ladurner-Strolz.
Goldene Corona für Christian Gantner, Josef Manahl-Tagwerker und Manuel Bitschnau. 2. v. l.: Heike Ladurner-Strolz.

Der 24. Montafoner Tourismustag in Schruns stand im Zeichen neuer innovativer Projekte.

„Montafon Tourismus lebt das Erlebensraum-Management. Wir sind eine Tourismusdestination und -organisation, aber wir denken immer mit den Einheimischen, Gästen und Mitarbeitern“, teilte Heike Ladurner-Strolz, Chefin des Hotels Zimba in Schruns, in einem Gespräch mit den VN mit. Einen Tag nach dem 24. Montafoner Tourismustag in Schruns warf sie einen optimistischen Blick in die Zukunft: „Die Gäste- und Nächtigungszahlen werden besser.“ Sie glaubt an einen guten Sommer, mahnt aber auch „auf der Hut zu sein und vorsichtig zu bleiben vor dem kleinen Virus“. Im Zelt auf dem Kirchplatz hatte sie am Tourismustag im Namen des Tourismusbeirates drei Persönlichkeiten für deren außerordentlichen Einsatz während der Pandemie gedankt. Landesrat Christian Gantner, Geschäftsführer von Montafon Tourismus, Manuel Bitschnau, und Josef Manahl-Tagwerker zeichnete sie mit der Goldenen Corona aus.

Regionale Kulinarik in Buchform

Vorgestellt wurden anlässlich des Tourismustages die Zahlen des letzten Geschäftsberichts. Der Verein bewusstmontafon, der zum 25-jährigen Bestehen ob seiner Leistungen einen kräftigen Beifall erntete, gewährte Einblicke in das Thema Landwirtschaft und Tourismus. „bewusstmontafon hat mit Montafon Tourismus einen ganz starken Partner, auf den wir uns immer verlassen können“, betonte Christine Vergud, Leiterin des Vereinsbüros, dankbar. Gelebte Partnerschaften zwischen den Zweigen wurden ebenfalls präsentiert. Mit dem ersten Montafoner Kochbuch wurde dem Publikum der Mund wässrig gemacht. Die Lektüre ist hochwertig. Sie trägt den Titel
„Zu Tisch im Muntafu“ und besteht aus 41 Rezepten. 29 Köchinnen und Köche aus der Gastronomie, von der Gastgeberschule für Tourismusberufe, aber auch Privatpersonen haben diese zur Verfügung gestellt.

Zukunftslabor für Tourismus

Großes Interesse weckte Montafon Tourismus bei den Anwesenden auch für das PIZ Montafon, das Zukunftslabor für nachhaltigen Tourismus. Das PIZ Montafon bezeichnete Daniela Vonbun, Markenbeauftragte von Montafon Tourismus, im Gespräch als „ein ganz wichtiges Instrument, mit dem die Montafoner arbeiten sollen. Das ist ganz wichtig für die Tourismusgesinnung, die wir bei allen Generationen fördern möchten.“ Geschäftsführer Manuel Bitschnau ergänzte: „Im PIZ könnt ihr nachhaltige Ideen diskutieren. Es wird in den nächsten Wochen und Monaten viele Veranstaltungen geben. Eingeladen sind die nächste Generation und verschiedenste Berufsgruppen, nicht nur der Tourismus.“ Auf dem Programm werden Brunches, Barbecues, Diskussionsveranstaltungen, aber auch ein Gastgeber-Coaching stehen. Viel Beachtung wurde beim großen Event auch dem Alpenmosaik Montafon geschenkt, welches die Einheimischen sowie Gäste auf Themenwegen, Tal- und Gebirgsrunden durch die vielen Facetten der Region mit ihren vier Erlebnisräumen Tal, Verwall, Silvretta und Rätikon führt.

Positiver Investitionsschub

Das Montafon zählt rund 17.000 Einwohner. 15 Jahre lang gab es im Tal kaum neue Betten und neue Betriebe in nennenswerter Größe. „In anderen Regionen gibt es diesbezüglich viel mehr Dynamik. Achttausend Betten sind uns in den vergangenen 15 bis 20 Jahren verloren gegangen. Von den ursprünglich 24.000 Betten gibt es nur noch 16.000 aktiv auf dem Markt verkaufte Betten“, bedauert Bitschnau. In der Statistik sind 21.000 Betten angeführt; in diese Zahl sind jedoch auch all jene Betten hineingerechnet, welche fast immer kalt bleiben. Mit dem gegenwärtigen Investitionsschub wird einiges aufgeholt. „Die Zeiten ändern sich und die Herausforderungen sind enorm, aber wir sind im Montafon gut aufgestellt und ich freue mich, diese Herausforderungen gemeinsam mit euch anzugehen“, sagte der Touristiker.

Viel lokale Prominenz

Das Wohlfühl-Klima des Tourismustages mit freundlicher Bewirtung durch die Tourismusschulen Bludenz genossen unter anderem Standesrepräsentant Jürgen Kuster, Landtagsabgeordnete Nadine Kasper, Kerstin Biedermann-Smith (Wirtschaftskammer, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft), Markus Burtscher (GSL Tourismus), Thomas Lerch (Gargellner Bergbahnen), Jürgen Zudrell (Kristbergbahn Silbertal), Arno Fricke, Thomas Amann (Ski Club Montafon), Hotelier Markus Felbermayer (Montafoner Resonanzen) und Oswald Ganahl (bewusstmontafon). Unter den Tourismustag-Teilnehmenden befanden sich auch Gerald März (Vorarlberg Tourismus), Direktorin Kathrin Leitner und Hermann Kölly (beide Tourismusschulen Bludenz) und Michael Kasper von den Montafoner Museen. Das Heimatmuseum am Kirchplatz in Schruns, das aktuell die Ausstellung „Täler in Flammen“ zeigt, wurde extra für das Veranstaltungspublikum geöffnet. SCO

Jürgen Kuster, dahinter Monika Vonier, Heike Ladurner-Strolz, Nadine Kasper (linke Seite, v. vorne) und Christian Gantner und Christian Schützinger (rechte Seite v. vorne) applaudierten.SCO
Jürgen Kuster, dahinter Monika Vonier, Heike Ladurner-Strolz, Nadine Kasper (linke Seite, v. vorne) und Christian Gantner und Christian Schützinger (rechte Seite v. vorne) applaudierten.SCO
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Ben Schneider, Marielle Marent und Jürgen Zudrell.
Daniela Vonbun und Stefanie Bader präsentierten das neue Montafoner Kochbuch.
Daniela Vonbun und Stefanie Bader präsentierten das neue Montafoner Kochbuch.
Christian Gantner und Monika Vonier.
Christian Gantner und Monika Vonier.
Hotelier Markus Felbermayer (Montafoner Resonanzen) und der ehemalige Gaschurner Bgm. Martin Netzer.
Hotelier Markus Felbermayer (Montafoner Resonanzen) und der ehemalige Gaschurner Bgm. Martin Netzer.