Das muss man tun, wenn man den falschen Energiegutschein abschickte

Vorarlberg / 07.06.2022 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wer den falschen Energiegutschein ausfüllte, muss nun auf Juli warten. <span class="copyright">VN/RAUch</span>
Wer den falschen Energiegutschein ausfüllte, muss nun auf Juli warten. VN/RAUch

Für viele stellt sich die Frage, wie sie nun mit falsch abgesendeten Gutscheinen umgehen sollen.

So mancher Vorarlberger Haushalt ärgert sich mit dem inzwischen flächendeckend zugestellten Energiegutschein herum. Denn vor allem bei den Bewohnern von Mehrparteienhäusern und Wohnblöcken gab es eine Herausforderung: Statt an die Bewohner des Gebäudes waren die Gutscheine an die Wohnungen adressiert. Allzu häufig landeten die Gutscheine daher im Briefkasten der falschen Wohnung. Dies fiel jedoch nicht jedem Hausbewohner auf.

Der falsche Gutschein versendet

Aus Sicht des Finanzministerium führte dies aber nur zu überschaubaren Problemen. Vergangene Woche gab es nur bei einem halben Promille der versandten Gutscheine einen Anruf bei der für den Energiegutschein eingerichteten Hotline (050 233 798) aufgrund von entsprechenden Zustellungsproblemen. Die Hausbewohner fänden meist eine gemeinschaftliche Lösung, sprich sie stellen sich jeweils die richtigen Gutscheine zu. Dies gelingt aber nur, wenn jedem Bewohner vor dem Ausfüllen des Formulars der Fehler auch auffällt. So manchem Haushalt fiel der Zustellungsfehler nicht auf. Sie sendeten in dem Fall den falschen Gutschein retour. Während dem Nachbar nun der Gutschein fehlt, haben damit andere den falschen Gutschein eingereicht.

Nachreichung oder Bestellung

Nun stellt sich die Frage, was zu tun ist, falls man tatsächlich den falschen Gutschein abschickte. Vonseiten des Finanzministeriums erklärt man das weitere Vorgehen so: Falls ein Gutschein mit einer vom Hauptwohnsitz des Bürgers abweichenden Adresse eingereicht wird, bekommt der Absender einen entsprechenden Hinweis. Falls der Absender eine Mailadresse angegeben hat, bekommt er diesen Hinweis per Mail. Ansonsten wird die Warnung mit der Post zugestellt. Falls man inzwischen vom Nachbarn den eigenen, korrekten Gutschein erhalten hat, kann man diesen nachreichen.

Im Falle, dass man den eigenen Gutschein nicht hat, erwartet den Haushalt das selbe Prozedere wie jene, die nun keinen Gutschein mehr haben: Ab voraussichtlich Anfang Juli bis Ende August 2022 muss man über die besagte Telefonhotline einen neuen Gutschein anfordern. Ursprünglich war diese Möglichkeit mit Anfang Juni angekündigt, aufgrund technischer Herausforderungen verschob sich dies jedoch um einen Monat. Eingereicht werden muss er jedoch so oder so spätestens per 31. Oktober.

Nachverfolgung online

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Status zum eingereichten Gutschein online über das Portal www.energiekostenausgleich.gv.at/ oder über die Hotline des Callcenters abzurufen. Unverändert ist die Situation für alle jene, die nicht selbst Kunden beim Stromlieferant sind. Für sie ist bislang kein Energiegutschein vorgesehen, die Arbeiterkammer sucht nach Lösungen (die VN berichteten).

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