Warum die Rheintalautobahn am frühen Nachmittag zum Albtraum wurde

Vorarlberg / 24.06.2022 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Stau ohne Ende. Richtung Deutschland ging auch am Freitag stellenweise nichts mehr. Schuld ist der G7-Gipfel in Elmau. VN/Steurer
Stau ohne Ende. Richtung Deutschland ging auch am Freitag stellenweise nichts mehr. Schuld ist der G7-Gipfel in Elmau. VN/Steurer

Drei Unfälle fast zeitgleich und deutsche Fahrzeugkontrollen. Stau und Schneckentempo statt freier Fahrt.

Dornbirn Was am frühen Freitagnachmittag gegen halb zwei gleich mehrere Autofahrer in ihrer Konzentration beeinträchtigte, bleibt ein Rätsel. Tatsache ist: Fast zur selben Zeit krachte es auf der Rheintalautobahn gleich drei Mal. Wie ein diensthabender Beamter der Autobahnpolizei vn.at. mitteilte, passierten alle Unfälle auf der Fahrbahn Richtung Deutschland. Das Gute an den schlechten Nachrichten: Es gab insgesamt nur eine leicht verletzte Person.

Die Unfälle

Kollision Nummer eins geschah ungefähr auf Höhe des Knotens Dornbirn-West. “Es war ein typischer Auffahrunfall, ein Pkw krachte auf einen anderen. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt”, berichtet der diensthabende Beamte.

Unfall Nummer zwei ereignete sich bei Dornbirn Nord. Ein Lkw-Fahrer fuhr auf ein Wohnmobil auf. Dieses stieß in Folge auf ein anderes Fahrzeug. Fazit: Das Wohnmobil wurde total zerstört. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden.

Unfall Nummer drei passierte vor dem Pfänderportal. Dieses Mal war ein Motorradfahrer der Auslöser. Er prallte auf ein vor ihm fahrendes Auto. Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt.

Staus und Auszucker

Zu kilometerlangen Staus vor dem Pfänderportal Richtung Norden, der zeitweise bis zum Messepark reichte, trugen aber nicht nur die Unfälle bei, sondern zum wiederholten Mal die Kontrollen der deutschen Bundespolizei kurz nach der Autobahnraststätte Hörbranz bei Sigmarszell. Es kam erneut zu Blockabfertigungen vor dem Pfändertunnel. Grund für die Kontrollen ist der G7-Gipfel in Elmau bei Garmisch-Partenkirchen.

Nicht unbedingt glücklich ist man in Vorarlberger Polizeikreisen darüber, dass die deutschen Kollegen den Zeitpunkt ihrer Kontrollen nicht wenigstens der heimischen Exekutive mitteilen. Man könnte sich dann vielleicht besser auf die Stauerscheinungen einstellen, so die Auffassung der Vorarlberger Polizisten.

Zu einem Vorfall im Zusammenhang mit den Kontrollen kam es in Sigmarszell. Dort wollten zwei Jugendliche den kontrollierenden Beamten nicht ihre Ausweise zeigen. Als sie daraufhin untersucht wurden, schlugen sie auf die Polizisten ein. Vier Beamte erlitten leichte Verletzungen.