Ein Tag wie gemalt für das Schwimmbad

Vorarlberg / 26.06.2022 • 18:29 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Freibäder im Land erfreuten sich am Wochenende großen Zulaufs.

Hohenems, Lustenau Das Thermometer schwingt sich gegen 15 Uhr schön langsam in Richtung 30-Grad-Marke. Am Eingang zum größten Freibad des Landes, den Rheinauen in Hohenems, hat sich eine lange Warteschlange gebildet. Die Stimmung ist dennoch entspannt, die Einlässe gehen hurtig voran. Auch Geschäftsführer Ewald Petritsch hilft zur Zeit des größten Andrangs an der Kasse aus. „So circa 3500 Besucher haben wir jetzt schon“, sagt der Chef, während er das nächste Eintrittsticket aushändigt.

Heiterkeit überall

Auf dem riesigen Badegelände ist die Atmosphäre so heiter wie das Wetter. Fröhliches Kindergeschrei, Lachen, Reden: Die Gäste genießen den prachtvollen Sommertag, der warm ist, aber nicht glühend heiß. An ihrem Liegeplatz treiben Ramona (29) und ihre Tochter Leyla (8) Schabernack. „Was gibt es Schöneres an so einem Tag wie diesem, als ins Schwimmbad zu gehen“, stellt Mama Ramona eine rhetorische Frage. „Wir kommen immer hierher. Hohenems ist einfach das größte und schönste Freibad.“ Dem kann das Töchterlein selbstredend nur zustimmen. Sommertage wie diese kennen bei den beiden keinen anderen Zeitvertreib. In Hohenems finden sie alles, was das Herz begehrt.

Während sich in den Pools Körper an Körper drängt, geht es am Wasser des Alten Rheins etwas gemütlicher zu. Am Uferrand hat es sich Patrick Ulbrich mit einem Buch gemütlich gemacht. „Utopien für Realisten“ lautet der Titel. Ulbrich steht im Wasser, das Buch hat er auf „dem Festland“ liegen, in die Lektüre vertieft. „Herrlich ist das“, blickt der Schweizer Badegast kurz auf, um sich anschließend wieder seinem Lesestoff zu widmen.

Gute Laune

Auch im Lustenauer Parkbad wird den Bademeistern nicht langweilig. „Rund 2500 Besucher haben wir derzeit“, berichtet Gerhard Mair, der an diesem starken Frequenztag Dienst tut. Ihm fällt ebenfalls die lockere und gelöste Stimmung der Besucher auf. „Es ist alles friedlich. Die Gäste freuen sich, sind bei bester Laune.“ Als besondere Vorkommnisse muss der Bademeister auf einige kleinere Verletzungen, welche sich Badende zugezogen haben, verweisen. „Es ist das Übliche. Schnittwunden, Platzwunden, Bienenstiche. Gröberes gab es bisher nicht.“

Mehr Gewitter

Beschäftigt bleiben die Bademeister überall im Land auch die nächsten Tage. Der Sommer schlägt weitere Kapitel auf. Allerdings: Zu Sonne und Hitze gesellen sich vermehrt auch wieder Gewitter. Bereits am Montag muss man am Nachmittag und gegen Abend hin mit teils kräftigen Gewittern rechnen. Ähnliches Bild auch am Dienstag. Laut Auskunft der Wetterfrösche wechseln sonnige Phasen mit dichten Wolkenfeldern. Es ist schwül und warm mit Temperaturen bis 28 Grad. In der Nacht auf Mittwoch kann es erneut heftige Gewitter geben. Am Wettercharakter ändert sich auch die folgenden Tage nichts. VN-HK