Einmal kurz die Welt retten: Bregenz ist SDG

Vorarlberg / 28.06.2022 • 18:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bei einer Pressekonferenz fiel am Dienstag der offizielle Startschuss für die SDG-Kampagne in Bregenz. Stadt
Bei einer Pressekonferenz fiel am Dienstag der offizielle Startschuss für die SDG-Kampagne in Bregenz. Stadt

Bregenz Es sind drei Buchstaben, die in den nächsten acht Jahren die Welt verändern sollen: Im Jahr 2015 wurde in New York von allen 193 UN-Mitgliedsstaaten die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Bregenzer Stadtvertretung hat sich letzten Dezember per Beschluss zu den sogenannten Sustainable Development Goals, kurz SDG, bekannt. Am Dienstag erfolgte bei einer Pressekonferenz der offizielle Startschuss für die Aktion. „Wir wollen die Nachhaltigkeitsthemen im öffentlichen Raum entsprechend bekannt machen. Daher haben wir dieses umfassende Programm beschlossen“, erläutert Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ). 

Mit den SDG sind alle Länder dazu aufgerufen, Armut und Ungleichheit zu beenden, den Planeten zu schützen und Frieden zu schaffen. Junge Menschen sind besonders angesprochen. „Die 17 Ziele geben die Richtung vor. Das Anliegen ist, nachhaltige Entwicklung zu unterstützen und voranzutreiben, immer mit dem Grundziel, niemanden zurückzulassen“, ergänzt Claudio Tedeschi vom SDG-Forum Vorarlberg. In der Landeshauptstadt soll die Bevölkerung von Sommer 2022 bis Frühling 2023 immer wieder mit den Zielen in Kontakt kommen. Los geht es kommenden Mittwoch (6. Juli) beim Info-Container am Kornmarktplatz zum 50-Jahr-Jubiläum der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). Ebenfalls auf der Agenda: Ein Poetry Slam im Vorarlberg Museum (13. September) mit mehreren Workshops im Vorfeld. Die Künstlerin Andrea Salzmann plant in Zusammenarbeit mit Christoph Freidhöfer eine Installation auf dem See. „Da gibt es noch einige technische Details und behördliche Dinge zu klären, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das alles schaffen können“, sagt Jugendstadträtin Veronika Marte (ÖVP). Die Inbetriebnahme des Kunstprojekts in Ufernähe mit Sichtverbindung zum Vorarlberg Museum und einer Art Springbrunnen als Ausgangsbasis ist für Frühling 2023 geplant. Davor, nämlich ab September, macht die Ausstellung Friedensklima in den Seeanlagen Halt. Und: Die Weltkarte am Sparkassenplatz soll restauriert und ergänzt werden. „Wir freuen uns natürlich, wenn aus der Bevölkerung weitere Ideen kommen, denn es soll eine Interaktion stattfinden, man soll über die SDG sprechen“, unterstreicht Marte.