Jugendkapelle begeisterte mit ihrem Zirkus

Vorarlberg / 28.06.2022 • 16:32 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zweimal volles Haus und ein begeistertes Publikum beim Zirkus Luft-i-kuss im Hofsteigsaal, wo die Jugend­kapelle nach langer Pause Neustart feierte.
Zweimal volles Haus und ein begeistertes Publikum beim Zirkus Luft-i-kuss im Hofsteigsaal, wo die Jugend­kapelle nach langer Pause Neustart feierte.

Mühen und Geduld um die große Fantasyshow in Lauterach wurden am Ende belohnt.

Lauterach Zwei Jahre lang hatte Corona allen Eifer und Begeisterung vor eine harte Geduldsprobe gestellt – als jetzt endlich eine intensive Probenarbeit möglich war, machte sich die Jugendkapelle Lauterach an die Arbeit und studierte ihre Fantasyshow Zirkus Luft-i-Kuss ein und präsentierte sie dem Publikum im Hofsteigsaal. Und alle Mühen und die große Geduld wurden belohnt: zweimal volles Haus und begeisterte Besucher feierten das Ensemble.

Martin Schellings Meisterwerk

Der leidenschaftliche Musiker Martin Schelling, dem die Lauteracher Jugendkapelle ein Herzensanliegen ist, hat in der Vergangenheit schon mehrfach mit Projekten für Aufmerksamkeit gesorgt. Diesmal ist ihm ein großer Wurf gelungen, in den er unglaublich viel Zeit und Kreativität investiert hat. Neun Monate hat er am Kinderbuch geschrieben, dazu 13 Musikstücke komponiert und diese gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Jäger einstudiert. Dann holte er George Nussbaumer, der als Erzähler durch die Zirkusvorstellung führt, und Erin Bereuter, die mit ihren handgezeichneten Motivbildern die Show visuell unterstützte, an Bord und präsentierte dem Publikum Musik­erlebnis und Zirkusatmosphäre, die noch von einem lustigen Clown, der die Kids mit reichlich Popcorn versorgte, verstärkt wurde.

Eine wahre Geschichte

Inspiriert wurde Martin Schelling von einer wahren Geschichte, dem durch eine Tierseuche und Corona rund zwei Jahre lang in Vorarlberg festgehaltenen Cirkus Berlin. Auch in seiner Fantasyshow geht es darum, den in Schwierigkeiten geratenen Zirkus zu retten. Es gelingt dank der Magierin, die Zirkusartisten in Instrumenten-Tiere verwandelt, die dann die Kompositionen von Martin Schelling darbieten.

So entsteht ein interessantes Programm, bei dem die Musiker/innen als Klarinettenschmetterling, Trommelelefant, Fagottgiraffe, Trompetenfuchs oder Saxofonflamingo, Waldhornschnecke oder Tenorhornpinguin usw. ihr Können zum Besten geben.

Ein kleines Problem hatte lediglich der Erzähler George Nußbaumer, denn „es war einfach nicht möglich, ein Gespräch von Zirkusleuten mit einer Lustenauerin in deren Dialekt in Blindenschrift zu bringen. Da half eine aus Lustenau stammende Musikantin aus und lieh George ihre Stimme – original und völlig akzentfreies Lustenauerisch, das die Zuhörer staunen und schmunzeln ließ.

„Wir sind guten Mutes“

Die beiden Konzerte am Freitag und Sonntag waren aber nur ein Teil des Projekts, bei dem auch Werbung für die Jugendkapelle gemacht wurde. „Es gab reges Interesse“, freuten sich Martin Schelling und die Jugendreferenten Julia Fink und Johannes Hinteregger. „Jetzt gilt es abzuwarten, wie viele am Ende ,hängen bleiben‘ und unsere Jugendkapelle verstärken wollen. Wir haben ein gutes Gefühl und sind guten Mutes“, geben sich die Verantwortlichen zuversichtlich.

Doppelt Grund zum Feiern

Nach zwei erfolgreichen Aufführungen hatte die Lauteracher Jugendkapelle allen Grund zum Feiern, ihr musikalischer Leiter Martin Schelling gleich doppelt, denn er holte seinen runden 60er nach. „Der Geburtstag war zwar schon im Februar, aber da war Lockdown und wir haben beschlossen, das Feiern zu verschieben“, meinte er als er nach dem Konzert auf den Anlass anstoßen konnte. STP

Wurden mit viel Applaus und Lob belohnt (v. l.): Johannes Hinteregger (l.), Martin Schelling, Erin Bereuter, Thomas Jäger und Julia Fink. <span class="copyright">STP/4</span>
Wurden mit viel Applaus und Lob belohnt (v. l.): Johannes Hinteregger (l.), Martin Schelling, Erin Bereuter, Thomas Jäger und Julia Fink. STP/4
Zu einem echten „Zirkus-Feeling“ durfte Popcorn, das ein Clown vor Beginn der Veranstaltung verteilte, nicht fehlen.
Zu einem echten „Zirkus-Feeling“ durfte Popcorn, das ein Clown vor Beginn der Veranstaltung verteilte, nicht fehlen.
<p class="caption">Als Erzähler führte George Nußbaumer das Publikum durch die zauberhafte Fantasy­geschichte – nur beim Lustenauerisch musste er passen.</p><p class="caption"/>

Als Erzähler führte George Nußbaumer das Publikum durch die zauberhafte Fantasy­geschichte – nur beim Lustenauerisch musste er passen.