Lehrersprecher enttäuscht von Minister

Vorarlberg / 28.06.2022 • 22:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Vorwurf der „erschreckenden Unkenntnis“.

Bregenz Laut Pflichtschullehrervertreter Willi Witzemann (63) hinterließ der Besuch von Bildungsminister Martin Polaschek in Vorarlberg bei vielen Kolleginnen und Kollegen eine große Enttäuschung. In Bezug auf die Situation im westlichsten Bundesland spricht Witzemann sogar von „erschreckender Unkenntnis“. Der Lehrervertreter wörtlich: „Offensichtlich kennt der Minister weder den Regierungsbeschluss der Landesregierung mit dem Bekenntnis zur Gemeinsamen Schule, noch die eindeutige Festlegung, dass eine verbale Beurteilung in den Volksschulen anzustreben sei. Das Tüpfchen auf dem ‚i‘ ist jedoch seine Selbsteinschätzung, indem er sich die Note gut attestiert“, wird Witzemann deutlich.

Der Pflichtschullehrervertreter wirft dem Minister die falsche Strategie bei der Rekrutierung von Lehrern vor. „Schlagworte wie‚ Demnächst werden wir‘ oder ‚bin im intensiven Austausch‘ bringen uns genauso wenig neues Personal, wie das angepriesene Modell für QuereinsteigerInnen. Was Minister Polaschek nämlich tunlichst verschweigt, ist die Tatsache, dass dieses Modell genauso wenig für Volksschulen gilt, wie Einstellung von Bewerbern mit fachverwandten Studien bei vollen Bezügen“, moniert Witzemann.

Er hoffe, dass sich Polaschek bei seinem nächsten Besuch in Vorarlberg besser vorbereite und konkrete Vorschläge mitbringe, damit er sich dann wirklich eine positive Beurteilung verdiene.