Busspur soll Binsenfeld entlasten

Vorarlberg / 29.06.2022 • 16:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Markus Hämmerle (links) und Manfred Hagen (rechts) suchen nach Lösungen für den öffentlichen Verkehr.bvs (2)
Markus Hämmerle (links) und Manfred Hagen (rechts) suchen nach Lösungen für den öffentlichen Verkehr.bvs (2)

Idee von grüner Seite findet auch bei VP Anklang.

Lustenau „Durch das stetig wachsende Verkehrsaufkommen staut es sich in der Früh, am Mittag und am Abend auf dem Straßenabschnitt Binsenfeld und Engel-Kreisverkehr“, erklärt Manfred Hagen (Grüne), Mitglied des Mobilitätsausschusses in Lustenau. Auch als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln steht man dort im Stau. „Wir sind hier in Lustenau allerdings immer auf Anschlüsse angewiesen. Wenn der Bus zu spät kommt, ist beispielsweise der Zug weg“, sagt er. Das Dilemma für den öffentlichen Verkehr sei groß. Für eine bessere Fahrplanstabilität fordert er nun Lösungen zwischen den Haltestellen Binsenfeld und Engel-Kreisverkehr. Die könnte in einer neuen Busspur bestehen.

„Im Jahr 2000 brauchte der Bus von Höchst zum Dornbirner Bahnhof 15 Minuten weniger als heute“, blickt Hagen zurück. Damit es eine gewisse Stabilität der angegebenen Fahrzeiten gibt, wurden diese in den vergangenen Jahren immer wieder an den Verkehr angepasst. Das habe zu einer erzwungenen Verlangsamung der Busse geführt. „Das ist alles kostenintensiv“, so Hagen. „Glücklicherweise wurden bereits Teilstrecken auf der Schnellstraße in Busspuren umgewandelt“, so Hagen. Doch solange es immer noch Straßenabschnitte mit Stauproblemen gibt, kann keine durchgehende Pünktlichkeit eingehalten werden.

Flexibel mit Öffis

Markus Hämmerle benutzt seit 40 Jahren ausschließlich die öffentlichen Verkehrsmittel und kennt die Problematik in Lustenau. „Wenn ich einen wichtigen Termin habe und auf einen Anschluss angewiesen bin, nehme ich den Bus eine halbe Stunde früher. So gehe ich auf Nummer sicher“, sagt Hämmerle. Er schlägt gemeinsam mit Manfred Hagen eine eigene Busspur vor, da sich der Platz dafür gut anbieten würde. „Der Fahrradweg hier wird kaum benutzt. Die Radfahrer radeln entweder entlang des Glaserwegs oder der Feldrast“, so Hagen. Die Spur müsste anders verteilt werden. Als wahrscheinlich einfachste und leicht umsetzbare Lösung betrachten die zwei die Pförtnerampel, bei der der Busfahrer die Ampel regeln kann und so immer freie Fahrt hat.

Auch Ausschussobmann dafür

„Uns sind der stockende Verkehr und die daraus resultierenden Nachteile für den Bus bekannt. Das Land evaluiert gerade etwaige Busbeschleunigungsspuren auch in Lustenau“, sagt Mathias Blaser (ÖVP), Obmann des Mobilitätsausschusses der Gemeinde. Er würde eine Pförtnerampel begrüßen. „Das Stauproblem würde sich damit regulieren. Der Verkehr könnte abfließen und der Bus kann zügig fahren“, sagt Blaser. Wann die Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr in Lustenau umgesetzt werden, hängt vom Budget ab. „Wir hätten dies selbstverständlich so schnell wie möglich umgesetzt“, so Blaser.

Beispiel Feldkirch

„Feldkirch hat es bereits vorgemacht. Wenn ich dort mit dem Bus zur Bärenkreuzung fahre und alle im Stau stehen, fährt der Bus vorbei“, sagt Markus Hämmerle. Wählt man als Fahrgast den Bus in Feldkirch, so weiß man, dass man pünktlich ankommt. In Lustenau ist das leider noch nicht der Fall. Eine Busbeschleunigungsspur oder eine Pförtnerampel wären die Lösung, die das Fahren mit den Öffis attraktiver machen würde. bvs

Damit der Bus ohne Verzögerung fahren kann, wünscht sich Manfred Hagen eine Busbeschleunigungsspur. Eine Idee, die scheinbar auch beim Land Anklang findet.
Damit der Bus ohne Verzögerung fahren kann, wünscht sich Manfred Hagen eine Busbeschleunigungsspur. Eine Idee, die scheinbar auch beim Land Anklang findet.