Verdacht auf Wolfsriss im hinteren Gauertal

Vorarlberg / 30.06.2022 • 21:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Derzeit wird geprüft, ob ein Wolf für einen Schafriss im Rätikongebiet verantwortlich ist.afp
Derzeit wird geprüft, ob ein Wolf für einen Schafriss im Rätikongebiet verantwortlich ist.afp

Tschagguns „Es könnte theoretisch auch ein großer Hund gewesen sein. Aber es spricht eigentlich vieles für das Werk eines Wolfes“, sagt Hubert Schatz. Der Wildbiologe des Landes Vorarlberg spricht über ein totes Schaf, das im Hinteren Gauertal vor einer Woche mit einem Kehlbiss tot aufgefunden worden war. Der Experte nahm am toten Tier eine DNA-Probe vor und schickte diese ins Labor. „Endgültig wissen wir es natürlich erst, wenn wir ein Ergebnis vorliegen haben“, gibt sich Schatz nüchtern.

Freie Weide

Eine Überraschung wäre ein Wolfsbiss nicht. „Wir hatten jetzt zwei Jahre lang keine Nutztierrisse durch Wölfe. Wir mussten aber jederzeit damit rechnen“, sagt Schatz das, was auch die Meinung zahlreicher anderer Experten ist. Das tote Schaf im Gauertal im Rätikongebiet stammt aus einer Herde, die auf fast 2000 Metern Seehöhe wild weidet. „Dort gibt es keine Chance einer Umzäunung des Geländes“, merkt Schatz an. Dass sich dort regelmäßig Wölfe aufhalten, ist eher nicht der Fall. „Es gab weder vor noch nach dem Riss irgendwelche Belege von der Existenz eines Wolfes. Es dürfte sich um ein wanderndes Tier handeln“, berichtet Schatz. VN-HK