Bei diesem Wettbewerb können Rasenmäher einpacken

Vorarlberg / 11.07.2022 • 12:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Beim Bundesentscheid werden rund 140 Mäherinnen und Mäher verschiedener Altersklassen antreten. <span class="copyright">Sophie Balber</span>
Beim Bundesentscheid werden rund 140 Mäherinnen und Mäher verschiedener Altersklassen antreten. Sophie Balber

Tobias Fleisch aus Götzis organisiert Bundesentscheid der besten Handmäher in Feldkirch.

Götzis „Die Teilnehmer sind so gut trainiert, da würden wir mit dem Rasenmäher nicht hinterherkommen“, erzählt Tobias Fleisch lächelnd. Er spricht dabei von den besten Mäherinnen und Mähern Österreichs, die beim großen Bundesentscheid im Sensenmähen an den Start gehen dürfen.

Vorarlberg ist in diesem Jahr Austragungsort des Wettbewerbs, bei dem sich die Handmäh-Elite in Kraft, Ausdauer und Präzision messen wird. Tobias Fleisch kümmert sich als Obmann der Landjugend Vorderland um die Organisation des Events.

Auf dem Nägele-Hof in Gisingen packt der Hobbylandwirt tatkräftig mit an.
Auf dem Nägele-Hof in Gisingen packt der Hobbylandwirt tatkräftig mit an.

Die Liebe zur Landwirtschaft hat Tobias Fleisch bereits im Kindesalter entdeckt. Im Alter von zwei Jahren verbrachte er mit seiner Familie seinen ersten Urlaub auf einem Bauernhof in Eichenberg. „Das hat mir gleich super gefallen“, erinnert sich der Sohn der Kabarettistin Gabi Fleisch, der fortan jeden Sommer und jeden freien Tag in Eichenberg verbrachte und tatkräftig auf dem Hof mit anpackte. „Es ist ein großer Teil meines Lebens geworden.“ Inzwischen arbeitet der 24-Jährige zwar hauptberuflich als Zerspanungstechniker bei Doppelmayr, die Liebe zur Landwirtschaft hat ihn aber bis heute nicht losgelassen. Damit er seinem Hobby nachkommen kann, beginnt sein Arbeitstag bereits um fünf Uhr früh. „Mehrmals wöchentlich helfe ich nach der Arbeit auf dem Nägele-Hof in Gisingen aus. Ich kümmere mich um alles, was gerade anfällt. Von der Stallarbeit bis hin zur Futterbeschaffung“, erzählt der Hobbylandwirt.

Gut eingespieltes Team: Tobias Fleisch ist seit vier Jahren Obmann der Landjugend Vorderland.
Gut eingespieltes Team: Tobias Fleisch ist seit vier Jahren Obmann der Landjugend Vorderland.

Derzeit ist Tobias Fleisch auf dem Hof überwiegend mit den Vorbereitungen für den Mähwettbewerb beschäftigt. „Patrik Nägele, der stellvertretende Obmann der Landjugend Vorderland, hat uns eines seiner Felder für den Mähwettbewerb zur Verfügung gestellt“, freut sich Fleisch. Ausgetragen wird er auf einer Fläche von dreieinhalb Hektar. „Der Acker wurde extra für den Wettbewerb gesät“, berichtet der Götzner von den Vorbereitungen. Zwei Drittel der Wiese werden am Ende für den Wettbewerb genutzt, ein Drittel für die Trainingseinheiten.

Antreten werden rund 140 Mäherinnen und Mäher verschiedener Altersklassen, die sich vorab im Landesentscheid für die Teilnahme qualifiziert haben. „Die jüngsten Teilnehmer sind gerade einmal sechs Jahre alt“, erzählt Tobias Fleisch. Die Jury wird dabei genau hinsehen, wenn die Sensen über das Gras hinwegfegen. „Bewertet wird neben der Geschwindigkeit nämlich auch die Sauberkeit der Mäharbeit.“ Für die Teilnehmer geht es am Ende nicht nur um Tradition und Brauchtum, sondern auch um die Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaft. Tobias Fleisch ist es ein besonderes Anliegen, ein stimmungsvolles Fest für Jung und Alt auf die Beine zu stellen, zumal es sein viertes und letztes Jahr als Obmann der Landjugend Vorderland ist. „Wir haben viel Arbeit in das Event reingesteckt. Ich hoffe natürlich, dass viele Besucher kommen und sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Egal bei welchem Wetter.“

Bundesentscheid Sensenmähen: 16. Juli, ab 12 Uhr, Ketschelenstraße 95, Feldkirch, bei jeder Witterung, Afterparty mit Alpenkracher, Karten: www.laendleticket.at

Es werden noch helfende Hände gesucht.

Die Arbeit mit den Tieren begeistert den Götzner schon lange.
Die Arbeit mit den Tieren begeistert den Götzner schon lange.

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