Diesen Schleichweg hat Lustenau für Autos gesperrt

Vorarlberg / 12.07.2022 • 17:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vergangene Woche sind zwei Fahrradstraßen geschaffen worden. <span class="copyright"> bvs</span>
Vergangene Woche sind zwei Fahrradstraßen geschaffen worden. bvs

Zwei neue Fahrradstraßen in Lustenau sollen verhindern, dass stauende Autos auf Schleichwege ausweichen.

Lustenau „Ob Stau oder nicht. Sobald die ersten Autos rote Bremslichter auf der Schnellstraße Richtung Lustenau erkennen, biegen sie kurzerhand in den Glaserweg ab“, erklärt Bürgermeister Kurt Fischer. Für Fahrradfahrer oder Spaziergänger entstehen dabei oftmals gefährliche Situationen.

Zu viele Autos mit überhöhter Geschwindigkeit fahren durch den Glaserweg oder die Straße „Zur Feldrast“. Die Situation hat sich in letzter Zeit immer mehr zugespitzt. Grund zu handeln: Seit vergangener Woche wurden diese zwei Straßen zu Fahrradstraßen umgewidmet und sorgen damit für mehr Sicherheit im Ried.

Für motorisierten Zulieferverkehr gilt Tempo 30.
Für motorisierten Zulieferverkehr gilt Tempo 30.

Abends oder auch am Wochenende staut es sich gerne auf der L204 von Dornbirn nach Lustenau. „Auch Autofahrer, die nicht im Ort wohnhaft sind, biegen ab und wählen die Schleichwege“, erklärt Fischer. Gerade Familien halten sich oft auf diesen zwei Straßen mit ihren Fahrrädern auf. „Es kann nicht sein, dass die Autos bei drohendem Stau immer mehr ins Wohn- und Erholungsgebiet ausweichen.“ Seit vergangener Woche ist dies nicht mehr erlaubt. Lediglich Zubringer und Anrainer sind auf diesen zwei Straßen zur Durchfahrt zugelassen. Es gilt zudem eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h.

Das Ried, das von der Bevölkerung als Naherholungsgebiet genutzt wird, kann fortan wieder sicher mit dem Fahrrad erkundet werden. „Auf der Fahrradstraße darf man sogar nebeneinander Rad fahren“, informiert der Bürgermeister weiters. Vor allem Kinder sollen in ihrer Mobilitätsnutzung ermuntert und gestärkt werden. Damit für jeden ersichtlich ist, dass man sich auf einer Fahrradstraße befindet, wurden zahlreiche Schilder angebracht und die Geschwindigkeitsbeschränkung zusätzlich auf dem Asphalt festgehalten. „Das Durchfahren für Autos ist ab sofort auf diesen zwei Straßen nicht mehr gestattet“, informiert Fischer.

Rücksicht auf Radfahrer

Anrainer und Autofahrer, die einen Zubringerdienst erfüllen, die beispielsweise zum Vetterhof, dem Riedmannhof oder zum Riedkindergarten fahren, dürfen in den Fahrradstraßen den Radverkehr nicht behindern. Radler dürfen nebeneinander fahren, auf diesen Straßen haben sie das Vorrecht gegenüber dem motorisierten Verkehr. Besonders die Anrainer profitieren von den Fahrradstraßen, da der Durchzugsverkehr komplett ausgeschlossen wird und sich dadurch das Verkehrsaufkommen beruhigt. Radfahrer können fortan sicher von Lustenau Richtung Dornbirn und retour radeln, ohne dabei von Autos gefährdet zu werden. BVS