Finanzministerium prüft Deckelung des Strompreises

Vorarlberg / 17.07.2022 • 21:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien Wer weniger Energie verbraucht, soll weniger belastet werden. Das könnte nicht nur vor den massiven Teuerungen am Energiemarkt schützen, sondern auch ein wichtiger Ansporn für das Energiesparen sein. Mit diesem Vorschlag ließ Gabriel Felbermayr, Chef des Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo, am Wochenende aufhorchen. Bundeskanzler Karl Nehammer hat Finanzminister Magnus Brunner (beide ÖVP) mit der Prüfung einer Variante für die Kostenbegrenzung beauftragt. Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) begrüßt den Vorschlag.

Zuletzt war der Druck durch die ÖVP-Landeshauptleute gestiegen, die Stromkunden zu entlasten. Nachdem der Bundeskanzler die Forderung der SPÖ nach einem Strompreisdeckel im Nationalrat abgeschmettert hatte, forderte Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) Pläne der Bundesregierung. Jetzt lenkt der Bundeskanzler offensichtlich ein.

Vorschlag wird geprüft

Finanzminister Brunner soll nun zunächst prüfen und mit dem Wifo-Chef Berechnungen über die Wirksamkeit seines Vorschlages und die Kosten des Plans erstellen. Über das Ergebnis wird im Krisenkabinett beraten. Brunner ist bereits im Gespräch mit Felbermayr, aber auch mit Experten der Energiewirtschaft. Auch Gewessler bewertete den Wifo-Vorschlag positiv. Den Haushalten könnte damit ein Teil der Kosten für den Stromverbrauch in Form einer Gutschrift subventioniert werden. Für den Rest zahle der Kunde den höheren Marktpreis und wird so motiviert, Strom zu sparen, sagt sie der Kronenzeitung. VN-JUS