Auf großer Radtour quer durch Österreich

Vorarlberg / 18.07.2022 • 19:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hörbranzer Altbürgermeister Severin Sigg (93) und sein Freund Rudi Srienz (77) mit Freunden aus dem Leiblachtal vor dem Start der Radtour.Srienz
Hörbranzer Altbürgermeister Severin Sigg (93) und sein Freund Rudi Srienz (77) mit Freunden aus dem Leiblachtal vor dem Start der Radtour.Srienz

Hörbranzer Altbürgermeister Severin Sigg und Rudi Srienz radeln mit Freunden nach Wien.

Hörbranz Auf die Pedale, fertig, los. Die beiden Hörbranzer Severin Sigg (93) und Rudi Srienz (77) machen das möglich, was andere für unmöglich halten. Am Montag starteten die beiden gemeinsam mit Freunden aus dem Leiblachtal ihre Fahrradtour in die Bundeshauptstadt.

900 Kilometer unterwegs

Für Severin Sigg ist es bereits das 16. Mal, dass er tüchtig in die Pedale tritt. Ziel ist der Stephansdom, jedoch möchte der Hörbranzer auch noch einmal nach Stammersdorf in seinen Lieblingsheurigen. Ganze 900 Radkilometer müssen die Hörbranzer mit dem E-Bike bestreiten. Zum Vergleich: Mit dem Auto sind es nur etwa 600 Kilometer.

Die erste Raststation in Flirsch am Arlberg ist bereits gebucht, alle weiteren Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Gaststätten werden spontan fixiert. „Da kann es schon einmal vorkommen, dass wir noch 20 Kilometer weiterfahren müssen, wenn eine Gaststätte keinen freien Schlafplatz für uns hat“, erzählt Rudi Srienz. Flexibilität ist somit das A und O. Einen Urlaub ohne Planung können sich die meisten Menschen laut den beiden Hörbranzern heute kaum mehr vorstellen.

Verlauf der Radtour

Die Radreise geht weiter über Schwaz in Tirol, Kufstein und die deutsche Gemeinde Kiefersfelden. Danach folgen weitere Pausen in Wasserburg am Inn, Mühldorf, Marktl, Braunau, Schärding und Passau. Auch Aschach, Linz, Ybbs, Dürnstein, Krems, Zwentendorf, Tulln und Korneuburg werden angefahren, bevor Wien erreicht wird. Die Bundeshauptstadt ist für den 93-Jährigen ein ganz besonderes Ziel. Bei der Fahrt durch die schöne Landschaft fühle er sich sehr wohl.

Das Fahrrad hat für den Altbürgermeister einen hohen Stellenwert. Bereits Städte wie Berlin, Rotterdam und Brüssel wurden mit dem E-Bike angepeilt. In seiner Freizeit schwingt er sich lieber auf den Drahtesel, als das Auto zu benutzen. Vorbereitung gibt es laut Sigg keine. „Es wird alles zusammengepackt und dann fahren wir los“ meint der ehemalige Bürgermeister. Mitgenommen werden leichte Fahrradbekleidung und ein Seil, auf dem die gewaschene Wäsche getrocknet werden kann. Ankommen sollte die Radlergruppe aus dem Leiblachtal am 25./26. Juli in Wien. Wetterbedingt kann sich die Fahrtdauer aber auch um einen Tag verschieben. „Der Präsident des österreichischen Kneippverbandes zeigt großes Interesse an unserer Aktion, weshalb wir vielleicht von ihm am Stephansdom empfangen werden“, freut sich Sigg. VN-leg