Experten befürchten herausfordernde Coronalage

Vorarlberg / 19.07.2022 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Regierungen und Gesundheitsbehörden müssten jetzt handeln, sagt die WHO.

kopenhagen, Bregenz Angesichts schnell ansteigender Infektionszahlen rechnet das Europabüro der Weltgesundheitsorganisation WHO mit einer herausfordernden Coronalage im Herbst und Winter. Es sei völlig klar, dass man sich in einer ähnlichen Situation wie im vergangenen Sommer befinde, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen. Nur sei die Situation jetzt angetrieben von den Omikron-Subvarianten BA.2 und BA.5, die leichter übertragbar seien als die vorherigen. Mit steigenden Fallzahlen beobachte man auch einen Anstieg der Krankenhauseinlieferungen. Diese Situation werde sich verschärfen, wenn das neue Schuljahr beginne, Reisende aus dem Urlaub zurückkehrten und sich die Menschen mit zunehmend kälterem Wetter wieder vermehrt drinnen treffen, ist Kluge überzeugt.

Dreimal so viel

Die Zahl neuer Coronafälle in der WHO-Region Europa mit ihren 53 Ländern hat sich Kluge zufolge in den vergangenen sechs Wochen verdreifacht. In Vorarlberg wurden am Montag 13 Corona-positive Personen in den Spitälern aufgenommen, 16 konnten aus dem Krankenhaus entlassen werden. Insgesamt werden in im Land derzeit 49 an Covid-19 erkrankte Patienten stationär betreut. Rund 80 Prozent werden allerdings wegen einer anderen Erkrankung behandelt, Corona ist die Nebendiagnose.