Hard will bis 2030 klimaneutral sein

Vorarlberg / 20.07.2022 • 16:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Seit einigen Jahren bewährt sich in Hard die sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung: Nähert sich ein Fahrzeug oder Fußgänger, werden die LED-Leuchten hochgedimmt, es gibt also ausreichend Licht. Energieinstitut Vorarlberg
Seit einigen Jahren bewährt sich in Hard die sensorgesteuerte Straßenbeleuchtung: Nähert sich ein Fahrzeug oder Fußgänger, werden die LED-Leuchten hochgedimmt, es gibt also ausreichend Licht. Energieinstitut Vorarlberg

Beschluss für noch mehr Einsatz gegen die Belastung durch CO2.

Hard Mit verstärkten Bemühungen will die Marktgemeinde Hard bis zum Jahr 2030 ihr Klimaschutzziel erreichen und in der Gemeindeverwaltung völlig ohne CO2 (Kohlenstoffdioxid) auskommen. Alle Heizungsanlagen gemeindeeigener Gebäude sowie der Fahrzeugpark sollen ohne fossile Energie betrieben werden. Einzige mögliche Ausnahmen bleiben Notstromaggregate.

Den Beschluss zu diesen ambitionierten Maßnahmen nach dem Vorbild der Vorarlberger Landesregierung fasste die Gemeindevertretung über Antrag von Bürgermeister Martin Staudinger, SPÖ, bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig. Um das ambitionierte Ziel zu erreichen, ohne den Schadstoff CO2 auszukommen, müssen etliche Voraussetzungen eingehalten werden. Die Begleitung der Maßnahmen erfolgt durch das Energieinstitut.

Hard ist e5-Gemeinde

Hard hat als e5-Gemeinde bereits einen erfreulich hohen Umweltstandard erreicht. Bürgermeister Staudinger: „Wir liegen inzwischen bei vier von fünf möglichen Energie-e und wollen natürlich alle erreichen.“ Dazu ist es erforderlich, dass die Marktgemeinde sämtliche Emissionen detailliert erfasst. Es muss klar sein, welche Heizung schädliche Gase ausstößt, wo noch kein umweltfreundlich erzeugter Strom zum Einsatz kommt und welche Pkw oder Lastwagen noch mit Benzin oder Diesel betrieben werden.

Thermische Sanierungen

Ebenso müssen Finanzmittel für notwendige Investitionen in die Klimaneutralität zur Verfügung gestellt werden. Thermische Sanierung von Gebäuden in Gemeindebesitz, die Installation weiterer Solarstromanlagen oder die Umrüstung des Fahrzeugparks müssen finanziert werden. Bei Dienstreisen besteht in Hard kaum Handlungsbedarf. „Viele Strecken werden per Fahrrad zurückgelegt, es stehen Elektroautos zur Verfügung und Fernreisen finden kaum statt“, erläutert Martin Staudinger.

Aufwendiger ist gewiss die Umrüstung im Heizungsbereich. Öl- und Gasheizungen sollen nach Möglichkeit durch den Anschluss an das vorhandene Nahwärmenetz ersetzt werden. Lässt sich das gesteckte Ziel bis 2030 nicht in vollem Umfang erreichen, verpflichtet sich Hard dazu, freiwillige „Strafen“ zu leisten. Diese Ausgleichszahlungen werden dann dafür eingesetzt, weitere Maßnahmen im Sinne der Klimaverbesserungen zu finanzieren. AJK