Corona-Quarantäne steht vor dem Aus

Vorarlberg / 21.07.2022 • 21:47 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Entwurf liegt vor. Wann darüber entschieden wird, ist unklar.

Wien, Bregenz Die Corona-Quarantäne könnte nun tatsächlich bald fallen und durch Verkehrsbeschränkungen ersetzt werden. Das sieht jedenfalls ein mit vergangenem Montag datierter Entwurf vor, der am Donnerstag publik wurde. Demnach wäre man nach einer Infektion nicht mehr gezwungen, daheim zu bleiben, sondern man könnte sich fast überallhin mit Maske bewegen. Im Gesundheitsministerium wurde betont, dass es sich um eine Arbeitsfassung halte. Eine Entscheidung, ob es tatsächlich zum Aus für die Quarantäne kommt, sei noch nicht getroffen, hieß es aus dem Büro von Ressortchef Johannes Rauch (Grüne). Einen genauen Zeitplan für die Entscheidung gibt es noch nicht.

Laut dem Verordnungstext muss die Maske indoor außerhalb des eigenen Wohnbereichs durchgehend getragen werden, wenn ein Zusammentreffen mit anderen Personen nicht ausgeschlossen werden kann. Bei Zusammenkünften mit anderen Personen ist sie jedenfalls anzulegen, ob bei privaten Treffen, in Freizeiteinrichtungen, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Autos. Selbst ins Bad kann man, wenn man die Maske aufhat. Kein explizites Verbot gibt es unter anderem auch für die Gastronomie, essen oder trinken darf man dort freilich nichts, da es dafür keine Ausnahme vom Maskentragen gibt. Im Freien kann sie an sich unten bleiben, so ein Zwei-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Neben der Maske sollen für Infizierte auch Betretungsverbote kommen. Diese gelten etwa in Spitälern, Pflege- und Behindertenreinrichtungen, in Kindergärten, Volksschulen und Horten, nicht aber für die dort Beschäftigten. Wenn die Maske aus medizinischen Gründen (zum Beispiel Schwangerschaft) nicht getragen werden kann oder die Ausübung des Jobs verunmöglicht wird (etwa bei Musikern), dürfen Infizierte auch ihren Arbeitsort nicht betreten.

Räumlich getrennt

Infizierte und nicht infizierte Personen sollen sowohl in der Arbeit als auch etwa in Pflegeheimen räumlich getrennt werden. Corona-positive Patienten sollen zudem von positiv getestetem Personal betreut werden. Treffen nur positiv Getestete aufeinander, müssen sie auch keine Maske benützen.

Die Verkehrsbeschränkungen gelten, sobald ein positiver Test vorliegt, das kann auch ein Antigentest sein. Wenn dieser durch einen negativen PCR-Test falsifiziert ist, gelten die Beschränkungen als aufgehoben. Die Dauer ist an die aktuelle Quarantäne angelehnt – zehn Tage, nach fünf Tagen kann man sich freitesten. Inkrafttreten sollen die neuen Regelungen laut dem Entwurf mit August.