Ja zur Erweiterung, nein zum Hochregallager

Vorarlberg / 21.07.2022 • 16:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Stadtvertretung war für eine Erweiterung der Mohrenbrauerei, aber gegen ein 28 Meter hohes Hochregallager.VN/pes
Die Stadtvertretung war für eine Erweiterung der Mohrenbrauerei, aber gegen ein 28 Meter hohes Hochregallager.VN/pes

Stadtvertretung widmet Fläche um, hat aber Bedenken.

Dornbirn Wenn die Stadtvertretung zustimmt, der Mohrenbrauerei mittels einer Flächenwidmung die Erweiterung ihrer Brauerei zu ermöglichen, gibt sie damit gleichzeitig grünes Licht für ein 28 Meter hohes Hochregallager? Diese Frage trieb in der jüngsten Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung Vertreter mehrerer Fraktionen um. Die Bürgermeisterin gab jedoch Entwarnung, Gebäudehöhen können nicht im Flächenwidmungsplan festgehalten werden, dafür brauche es einen Bebauungsplan.

Für eine Erweiterung

In einem waren sich die Stadtvertreter, die ans Rednerpult traten, einig: Man ist froh, ein Unternehmen wie die Mohrenbrauerei im Dornbirner Zentrum angesiedelt zu haben und möchte es gerne dort behalten. Grundsätzlich hatte scheinbar niemand in dem Gremium etwas dagegen, einen neun Meter breiten Grundstücksstreifen am Rande des Brauereigeländes umzuwidmen, um einer Erweiterung des Bier- und Limonadenherstellers zu ermöglichen.

Doch an einer Sache, die Stadtplanungsstadtrat Julian Fässler (VP) vorgetragen hatte, störte sich mancher: Fässler bezog sich bei der Begründung für die Umwidmung ausdrücklich darauf, dass man der Mohrenbrauerei die Umsetzung eines Siegerprojekts ermöglichen möchte. Dieses, so wussten einige Stadtvertreter, sieht aber ein 28 Meter hohes Hochregallager vor.

„Wir Grünen stimmen zu, allerdings nur, wenn im Beschluss nicht drinsteht, dass man dem Siegerprojekt mit 28 Meter hohem Hochregallager Planungssicherheit garantiert“, erklärte Stadtvertreter Wolfgang Juen. Für die FPÖ stellte Christoph Waibel gar den Antrag, den Tagesordnungspunkt zu vertagen, dem folgte jedoch nur die freiheitliche Fraktion.

„Es liegt in unserer Hand“

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann trat den Bedenken entegegen, indem sie erklärte, dass nur ein Bebauungsplan Gebäudehöhen festlege, nicht der Flächenwidmungsplan. „Der Bebauungsplan liegt in unserer Hand, Flächenwidmung hat damit nichts zu tun“, gab sie an. Ein existierender Bebauungsplan sieht geringere maximale Höhen vor als 28 Meter, wie Elisabeth Feurstein (Neos) wusste. Gegen vier Stimmen der FP wurde die Flächenwidmung beschlossen. VN-pes