Ablenkung vom Alltag

Vorarlberg / 22.07.2022 • 17:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Bühnenbild war, wenn man die missliche Lage beachtet, in der sich Land und Leute befanden, außerordentlich großzügig und glamourös gestaltet.
Das Bühnenbild war, wenn man die missliche Lage beachtet, in der sich Land und Leute befanden, außerordentlich großzügig und glamourös gestaltet.

Zu den Klängen von Mozart der Not und Entbehrung entfliehen.

Bregenz Die Bregenzer Festspiele sind ein Megaevent, das alljährlich weit über die Grenzen Vorarlbergs Aufmerksamkeit erregt und zahlreiche Prominenz aus Politik und Unterhaltung an den Bodensee lockt. Die ersten Festspiele 1946 waren im Gegensatz dazu weit einfacher gehalten. Vorarlberg und Europa waren damals noch stark durch den erst ein Jahr zuvor zu Ende gegangenen Krieg gezeichnet.

Not und Entbehrung allerorts. Kultur sollte für ein wenig Ablenkung sorgen.

Die weibliche Hauptrolle der Schäferin Bastienne übernahm die während ihrer Karriere vor allem an Schweizer Häusern beschäftigte gebürtige Breisgauerin Else Böttcher.
              
              Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek

Die weibliche Hauptrolle der Schäferin Bastienne übernahm die während ihrer Karriere vor allem an Schweizer Häusern beschäftigte gebürtige Breisgauerin Else Böttcher.

Sammlung Risch-Lau, Vorarlberger Landesbibliothek

Auf dem Programm stand neben anderen Stücken W. A. Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“, ein Frühwerk des Komponisten, das dieser 1767/68 im Alter von gerade einmal elf Jahren geschrieben hatte.
Auf dem Programm stand neben anderen Stücken W. A. Mozarts Singspiel „Bastien und Bastienne“, ein Frühwerk des Komponisten, das dieser 1767/68 im Alter von gerade einmal elf Jahren geschrieben hatte.
Die männliche Hauptrolle des Bastien erhielt der Schweizer Bariton Odo Ruepp, der zuvor unter anderem Teil des Ensembles der Salzburger Festspiele gewesen war.
Die männliche Hauptrolle des Bastien erhielt der Schweizer Bariton Odo Ruepp, der zuvor unter anderem Teil des Ensembles der Salzburger Festspiele gewesen war.
Die dritte Rolle, jene des Zauberers Colas, übernahm der Tiroler Tenor Sebastian Hauser, der während des Krieges unter anderem in Braunschweig, Duisburg und Prag gewirkt hatte.
Die dritte Rolle, jene des Zauberers Colas, übernahm der Tiroler Tenor Sebastian Hauser, der während des Krieges unter anderem in Braunschweig, Duisburg und Prag gewirkt hatte.

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare