„Ein Monster, das wir erschaffen haben“

Vorarlberg / 22.07.2022 • 17:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Poligonale bringt Frankenstein in neuem Gewand auf die Bühne.

Hohenems Mitten in Hohenems trifft demnächst eine alte Romanfigur als Gast im Innenhof der Volksschule Markt ein. „Frankenstein“ feiert hier kommende Woche Premiere. Das Theaterteam rund um die Poligonale steckt ihn aber in ein moderneres Gewand.

„Hohenems befindet sich im kulturellen Erwachen: Die Stadt ist neugierig auf Neues und lässt sich mutig auf kulturelle Vielfalt ein – das inspiriert“, so beschreibt Regisseur und Autor Thomas Welte den Standort der Poligonale seit 2021. Sein derzeitiges „Steckenpferd“ ist die Verknüpfung der Digitalisierung unserer modernen Welt mit der alten Welt des Theaters. Und was eignet sich hier besser als Mary Shelleys Frankenstein. „Ein Monster, das wir erschaffen haben, welches sich selbständig macht und sich immer mehr außerhalb unserer Kontrolle bewegt, sodass der Unterschied zwischen Mensch und Maschine verschwimmt und nicht mehr greifbar wird“, erklärt Thomas Welte die Idee.

Pan Selle, Schauspielerin und eine langjährige Theaterkollegin des Regisseurs, zeichnet für die Endregie verantwortlich. Mimik und Gestik sowie Geräusche werden von Musiker Bernd Satzinger mittels elektronischen Musikelementen unterstrichen. „Auch hier verknüpfen wir wieder diese alte Tradition der musikalischen Untermalung der Stummfilme mit neuer Technologie. Ein wirklich spannendes Element, das uns viel Freude bereitet“, Welte. Termine und weitere Infos unter www.poligonale.com.