Dem Bodensee geht’s gut

Vorarlberg / 25.07.2022 • 18:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gewässerökologe Alexander Düregger sieht keine Probleme wegen der Hitze.

Bregenz Ungewöhnlich warm, ja, niedriger Wasserstand, auch ja, und trotzdem: Der Bodensee ist ökologisch nicht in Gefahr. Das versicherte bei VorarlbergLIVE einer, der es wissen muss: Gewässerökologe Alexander Düregger vom Umweltinstitut Vorarlberg.

„Der Pegel des Sees liegt aktuell bei 335 Zentimeter, das sind noch knapp 20 Zentimeter mehr als beim niedrigsten jemals gemessenen Stand im Winter 2006“, sagte Düregger. Natürlich bleiben die große Trockenheit und die geringe Schneeschmelze für das heimische Großgewässer nicht ohne Folgen. Es wachsen mehr Seegras und andere Pflanzen – nicht immer angenehm für Schwimmer. „Das geschieht deswegen, weil diese Gewächse durch das sonnige Wetter sehr viel Licht bekommen“, erklärt der Experte.

Warmes Wasser

Der Sauerstoffgehalt sei jedoch nach wie vor sehr gut. „Wir messen den See in der Sommersaison an unseren zehn Messstellen fünf Mal. Die letzte Messung hat wieder ein positives Ergebnis gebracht. Der Bodensee ist in einem sehr guten Zustand“, beruhigt Düregger. Ungewöhnlich hoch ist die Wassertemperatur. Am Montag lag diese bei bis zu 27 Grad. „Doch für die Fische ist das bei der vorhandenen Tiefe kein Problem. Die können sich in Bereiche zurückziehen, wo das Wasser viel kälter ist“, sagt Düregger.

Abgenommen hat durch die Reinigungsmaßnahmen der letzten Jahre freilich der Nährstoffgehalt des Bodensees. Dafür ist die Wasserqualität hervorragend. „Man könnte das Wasser wohl ohne Gesundheitsgefährdung trinken.“ Keine Gefahr sind auch die Kieselalgen, welche derzeit das Wasser verfärben. VN-HK

Der Bodensee hat eine ausgezeichnete Wasserqualität. Man könnte das Wasser wohl ohne gesundheitliche Gefährdung trinken.