Millionenaufwand für die EDV-Aufrüstung an den Schulen

Vorarlberg / 31.07.2022 • 17:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf digitalen Anwendungen im Unterricht liegt großes Augenmerk. Lerch
Auf digitalen Anwendungen im Unterricht liegt großes Augenmerk. Lerch

Im Digitalisierungspaket des Landes stehen bis 2023 rund sechs Millionen Euro zur Verfügung.

Bregenz Mit einem millionenschweren Investitionspaket forciert das Land die Digitalisierung an Pflicht- und Berufsschulen bis 2023. Jetzt wurden mehreren Gemeinden weitere Finanzmittel zugesichert. In den rund 85 Förderabrechnungen von Kommunen werden für EDV-Anschaffungen insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro aufgewendet. Die zusätzlich zu den Bedarfszuweisungen gewährte Top-Up-Förderung, die von der Wirtschaftsabteilung des Landes gewährt wird, beläuft sich mit Anfang Juli auf knapp 440.000 Euro.

Digitalen Anwendungen und einer entsprechenden technischen Ausstattung wird an Vorarlbergs Schulen nicht erst seit der Corona-Pandemie großes Augenmerk geschenkt. Bereits im Volksschulunterricht kommen vermehrt Tablets zum Einsatz, um die Kinder frühzeitig auf spielerische Art mit den Grundlagen informatischen Denkens und Lösens von Problemstellungen vertraut zu machen. Gleichzeitig wird ein verantwortungsvoller Umgang mit den digitalen Medien vermittelt.

„Im Klassenzimmer von heute nimmt die Digitalisierung einen zentralen Platz ein“, hält dazu die Bildungsreferentin LSth Barbara Schöbi-Fink fest. In einer Schule, die über eine entsprechende Infrastruktur verfügt, würden sich für Schülerinnen und Schüler ebenso wie für das Lehrpersonal vielfältige Möglichkeiten und Chancen eröffnen. In dem Zusammenhang verweist sie auf das breite begleitende Fort- und Weiterbildungsangebot der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg. Das Lernen und Lehren mittels digitaler Werkzeuge im Unterricht sei auch für den Standort von größtem Interesse, „schließlich geht es um die Ausbildung der Fachkräfte von morgen“, unterstreicht darüber hinaus Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Wichtig sei, möglichst früh einen aktiven und verantwortungsvollen Zugang zu digitalen Endgeräten, Lernprogrammen und modernen Instrumenten zu entwickeln.

Lukrative Förderkonditionen

Das von der Landesregierung auf die Beine gestellte Digitalisierungspaket für Schulen im eigenen Zuständigkeitsbereich, also Pflichtschulen und Berufsschulen, bietet Gemeinden, die investieren, lukrative Förderkonditionen. Die Herstellung leistungsstarker Glasfaseranbindungen von Schulstandorten wird mit 90 Prozent oder maximal 50.000 Euro der förderfähigen Projektkosten gefördert.

Außerdem erhalten Gemeinden für die Anschaffung von EDV-Ausstattungen und die Modernisierung der IT-Infrastruktur in den Pflichtschulen zusätzlich zu den Bedarfszuweisungen aus Mitteln der Wirtschaftsabteilung des Landes eine 20-prozentige Top-Up-Förderung. Dadurch wird die Abstützung der Investitionen – je nach Finanzkraft einer Gemeinde – von 26 bis 45 Prozent auf 46 bis 65 Prozent aufgestockt. Für das Digitalisierungspaket stehen bis 2023 in Summe fast sechs Millionen Euro zur Verfügung.