Banker mit dem „Wegstechen“ bedroht

Vorarlberg / 07.08.2022 • 15:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<p class="caption">Der Angeklagte wurde am Landesgericht Feldkirch zu einer zweijährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt. <span class="media-container dcx_media_rtab" data-dcx_media_config="{}" data-dcx_media_type="rtab"> </span><span class="marker"><span class="copyright">VN/PAULITSCH</span></span></p>

Der Angeklagte wurde am Landesgericht Feldkirch zu einer zweijährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt.  VN/PAULITSCH

Vorarlberger wegen Nötigung, Diebstahls und Betrugs zu zwei Jahren Haftstrafe verurteilt.

Feldkirch Der 31-jährige Arbeitslose brauchte dringend Geld. Da seine Beschaffung mangels Beschäftigung nicht ohne weiteres möglich war, entschloss er sich zu einem gewagten Schritt: Er rief bei einer Bankfiliale an und gab an, sein Sparbuch bei einem Wohnungsbrand verloren zu haben. Nichtsdestotrotz verfüge er auf seinem Konto noch über 200 Euro. Da dieser Betrag jedoch nicht an ihn ausbezahlt wurde, rief er beim Servicecenter des Geldinstituts an und drohte kurzerhand: „Wenn ihr mir das Geld nicht gebt, hole ich ein Messer und steche bei euch jemanden weg!“

Dönerspieß erbeutet

Wenige Wochen später verlegte sich der 31-Jährige auf Einbruchsdiebstahl. Er drang unter anderem in ein Bistro im Vorarlberger Vorderland ein und stahl dort allerlei Dinge. Von Kellnergeldtaschen über ein Dönerspießmesserset samt zwei Wetzsteinen bis hin zu einer Fleischschneidemaschine.

Schließlich versuchte er es noch mit Erpressung. Opfer war ein Mann, dem er via WhatsApp mitteilte, dass dieser ihm 400 Euro schulde. Ein Betrag, den er bei einem Unbekannten für ihn vorgestreckt habe. Sollte er das Geld nicht bezahlen, dann wäre der angebliche Schuldner vogelfrei.

Irgendwann klickten schließlich die Handschellen. Aus der Untersuchungshaft vorgeführt, musste sich der 31-Jährige wegen versuchter schwerer Nötigung, Einbruchsdiebstahls, Betrugs und Erpressung beim Prozess am Landesgericht Feldkirch verantworten. Er war zum größten Teil geständig. Mit Ausnahme der Erpressung. Diese wurde im Urteil auch in eine Nötigung umgewandelt. Das Urteil über den bereits mehrfach vorbestraften Mann lautete auf zwei Jahre unbedingte Haftstrafe.

Therapie statt Strafe?

Sein Verteidiger Stefan Denifl und die Staatsanwaltschaft akzeptierten das Urteil, es ist somit rechtskräftig. Rechtsanwalt Denifl: „Ich habe einen Antrag auf Therapie gestellt, da mein Mandant drogenabhängig war. Über die Möglichkeiten einer Therapie wird ein Gutachten eingeholt werden.”