Wirtschaftsbund: Plötzlich Beschuldigte

Vorarlberg / 11.08.2022 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ermittlungen gegen mehr Beschuldigte. Wallner bleibt Verdächtiger.

Wien, SChwarzach Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen in der Wirtschaftsbundaffäre ausgeweitet. Wie der ORF Vorarlberg am Donnerstagabend berichtete, werden nun Untersuchungen gegen fünf Personen angestellt. „Der Sachverhalt ist aber nach wie vor der Gleiche“, erklärt eine Sprecherin der WKStA auf VN-Nachfrage. „Es sind nur namentlich bekannte Beschuldigte dazugekommen.“ Ursprünglich ermittelte die Staatsanwaltschaft gegen drei Verdächtige, nämlich Landeshauptmann Markus Wallner, Wirtschaftslandesrat Marco Tittler und den einstigen Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser (alle ÖVP). Am Status von Wallner hat sich dem Vernehmen nach nichts geändert. Er bleibt Verdächtiger, es herrscht also Anfangsverdacht bei Vorwürfen der versuchten Vorteilsannahme. Wallner, der sich aktuell im Krankenstand befindet, bestreitet alle Anschuldigungen.

Tittler und Rüdisser, die ebenso ihre Unschuld beteuern, scheinen mittlerweile als Beschuldigte zu gelten. Bei ihnen ging es bislang um Vorteilsannahme. „Im Wesentlichen ändert sich nicht großartig etwas, wenn man vom Verdächtigen zum Beschuldigten wechselt. Das Ermittlungsverfahren läuft gegen alle“, erklärt die WKStA-Sprecherin. „Bei Verdächtigen besteht Anfangsverdacht, bei Beschuldigten werden konkrete Ermittlungsmaßnahmen ergriffen.“ Die zwei weiteren Personen, die als Beschuldigte geführt werden, sind der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft namentlich bekannt.

Was Ermittlungsdetails anbelangt, kann die WKStA keine Auskunft geben, auch nicht, ob die Ausweitung des Verfahrens mit den Zeugenbefragungen in Dornbirn zu tun hat, die Beamte des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung durchgeführt haben. VN-ebi