Sicherheit auf der Treietstraße muss noch warten

Vorarlberg / 17.08.2022 • 16:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Thema Sicherheit und Verkehrsberuhigung an der L 63 beschäftigt die Gemeinden Sulz und Röhtis bereits seit Längerem.Mima
Das Thema Sicherheit und Verkehrsberuhigung an der L 63 beschäftigt die Gemeinden Sulz und Röhtis bereits seit Längerem.Mima

Verkehrsberuhigende Arbeiten an der L 63 verzögern sich.

Röthis, Sulz Die Gemeinden Sulz und Röthis beschäftigen sich bereits seit Längerem mit dem Thema Sicherheit und Verkehrsberuhigung an der L 63, besser bekannt als (Röthner) Treietstraße. Bereits vor der Coronakrise war das Projekt weit fortgeschritten und die Pläne lagen eigentlich auf dem Tisch. Aufgrund der doch ungewissen Situation wurde der Baustart dann aber auf das Jahr 2022 verlegt. Die Maßnahmen sollten dabei in zwei Etappen zur Umsetzung kommen. Beim ersten Abschnitt, der noch heuer angegangen werden sollte, war die Umgestaltung des Kreisverkehrs und der Linksabbiegespur in die Kusterstraße vorgesehen. Dazu lagen bereits sämtliche Zustimmungen für die erforderlichen Grundablösen vor und die Umsetzung war bereits zugesagt. Doch nun kommt es anders: Nach Informationen der Gemeinde Röthis hat das Land Vorarlberg nun kurzfristig den Ausschreibungsprozess für die Bauausführungen gestoppt. Die Begründung: Aktuell wären zu wenig Budgetmittel für eine Umsetzung vorhanden. Die geschätzten Kosten für diesen ersten Bauabschnitt wurden im Vorfeld mit rund 650.000 Euro beziffert – davon übernimmt das Land Vorarlberg 450.000 Euro und die Gemeinden Sulz und Röthis jeweils 100.000 Euro. Das Projekt ist damit vorerst auf Eis gelegt bzw. soll um ein Jahr verschoben werden.

Kein Verkauf

Auch für den zweiten Abschnitt sieht es derzeit nicht rosig aus. 2023 waren hier Maßnahmen zur Temporeduktion und Erhöhung der Sicherheit bei der Querung der Treietstraße in den Kreuzungsbereichen Alte Landstraße und Sickler sowie den Fußgängerstreifen entlang der Treietstraße vom Dorfausgang bis zur Gemeindestraße Nidiga geplant. Die dafür nötigen Grundablöseverhandlungen sind allerdings gescheitert. Mit einer Grundeigentümerin konnte trotz intensiver Bemühungen kein Einvernehmen bezüglich des erforderlichen Grundverkaufs an das Land gefunden werden. Auch die Erstellung des Fußgängerstreifens entlang der Treietstraße, der als Verlängerung des Gehsteigs vom Dorfausgang bis zum Sickler geplant war, kann nicht umgesetzt werden, da einige Grundbesitzer dem Verkauf von meist nur wenigen Quadratmetern landwirtschaftlichem Grund nicht zustimmen. Somit ist die Umsetzung des zweiten Abschnitts derzeit noch fraglich. MIMA