Erdstöße unterbrechen Erdbebendebatte in Liechtenstein

Vorarlberg / 01.09.2022 • 16:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Erdstöße unterbrechen Erdbebendebatte in Liechtenstein
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Ein kräftiges Erdbeben hat am frühen Donnerstagnachmittag das Fürstentum und Umland erschüttert.

Feldkirch, Vaduz Kurz vor 14 Uhr bebte in Liechtenstein gleich zweimal die Erde. Bislang sind weder in Liechtenstein noch in Vorarlberg Sach- oder Personenschäden bekannt.

Die Landespolizei des Fürstentums sprach zuerst mit Verweis auf die Ersteinschätzung der ETH Zürich von einer Stärke von 4,1 auf der Richterskala. Nach Angaben des Österreichischen Erdbebendienstes der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) erreichten die Erdstöße eine Magnitude von 3,8. Der Eidgenössische Erdbebendienst an der ETH Zürich spricht von zwei Erdstößen mit einer Stärke von 2,1 und 3,9 auf der Richterskala.

Auch die ZAMG bestätigt ein schwächeres Vorbeben, gibt aber keine Einschätzung zu dessen Stärke ab. Die Erdbeben waren auch im Süden Vorarlbergs deutlich spürbar, bestätigen Anrainer aus Frastanz und Feldkirch. Laut der ZAMG flüchteten selbst in Vorarlberg Menschen ins Freie, wie sie aus den Rückmeldungen entnimmt.

Besonders skurril: Wie das Liechtensteiner Volksblatt bemerkt, behandelte der Landtag des Fürstentums gerade ein Postulat, sprich eine Anfrage, zur Schaffung einer verpflichtenden Erdbebenversicherung in Liechtenstein. Die Live-Übertragung der Sitzung zeigt, wie der Abgeordneten Bettina Petzold-Mähr vom Erdbeben das Wort abgeschnitten wird. Die Sitzung wurde daraufhin unterbrochen.

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Das Epizentrum lag nordöstlich der liechtensteinischen Hauptstadt Vaduz, die nur etwa 15 Kilometer von Feldkirch entfernt liegt. Aufgrund der Nähe könnte es laut ZAMG auch in Vorarlberg vereinzelt zu leichten Schäden gekommen sein. Schadensmeldungen seien aber noch keine eingetroffen.