Sein Tatmotiv: „Wiederholte Kränkungen“

Vorarlberg / 01.09.2022 • 21:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Bludenzer „Zitronensiedlung“ wurde am Dienstag zum Tatort eines furchtbaren Familiendramas.vn/Böcken
Die Bludenzer „Zitronensiedlung“ wurde am Dienstag zum Tatort eines furchtbaren Familiendramas.vn/Böcken

Obduktionsergebnis nach Femizid an 32-jähriger Frau in Bludenz liegt vor. Tatverdächtiger in U-Haft

Bludenz Im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt am Dienstagabend an einer 32-jährigen Frau vor deren Wohnhaus in Bludenz (die VN berichteten) fand am Mittwochnachmittag die gerichtsmedizinische Obduktion des Leichnams statt. Laut dem vorläufigen Obduktionsergebnis ist die Frau am massiven Blutverlust, der durch zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen an Blutgefäßen und Organen hervorgerufen wurde, verstorben.

In U-Haft eingeliefert

Der 36-jährige getrennt lebende Ehemann des Opfers wurde kurze Zeit nach der Tat wegen dringenden Tatverdachts festgenommen. Er zeigte sich bei den Einvernahmen geständig, seine Ehegattin getötet zu haben. Als Tatmotiv gab er wiederholte Kränkungen durch seine Ehefrau an. Der Beschuldigte wurde noch am Mittwochabend über Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert.

Kinder werden versorgt

„Ich verurteile die Tat zutiefst. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Opfers, vor allem bei den drei Kindern“, reagiert der Bludenzer Bürgermeister Simon Tschann schockiert auf den 26. Femizid dieses Jahres in Österreich, der sich am Dienstagabend in Bludenz zugetragen hat.

„Das Wichtigste ist jetzt, sich um die Versorgung der Kinder zu kümmern“, so der Bürgermeister. Dafür werde die Sozialabteilung der Stadt in enger Abstimmung mit der Bezirkshauptmannschaft Bludenz, der Kinder- und Jugendfürsorge sowie mit Einrichtungen wie dem Institut für Sozialdienste („IfS“) sorgen. Auch mit der Schule und den Lehrpersonen der Kinder wurde bereits Kontakt aufgenommen und eine zusätzliche Betreuung für den Schulstart durch Fachleute organisiert. VN-GS