Schließung von Kleinschulen als “Managementversagen”

Vorarlberg / 02.09.2022 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Die Bildungspolitik habe auf ganzer Linie versagt, empört sich die geschäftsführende SPÖ-Klubobfrau Manuela Auer angesichts der Nachricht, dass zwei Kleinschulen in Vorarlberg aufgrund des Lehrermangels kurz vor der Schließung stehen. „Dass knapp eine Woche vor Schulbeginn noch immer nicht genug Lehrpersonal gefunden wurde, ist eine Zumutung.“ Insgesamt sind im Land über 20 Lehrerstellen im Pflichtschulbereich unbesetzt, rund die Hälfte davon Vollzeitstellen. Das geht aus Ausschreibungen der Bildungsdirektion hervor. Konkrete Zahlen gebe es am Dienstag, kündigt Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink an.

Für den Dalaaser Bürgermeister Martin Burtscher ist das zu spät. Er will die Eltern früher informieren, ob die Volksschule in Wald am Arlberg noch Hoffnung hat – optimistisch ist er nicht. Auch die Volksschule in Partenen steht mangels Personal vor der vorübergehenden Stilllegung.

„Das ist ein absolutes Managementversagen der Landesstatthalterin kombiniert mit einer miserablen Kommunikation“, sagt Neos-Chefin Sabine Scheffknecht. „Dass die Bürgermeister jetzt Alarm schlagen, ist verständlich und längst überfällig. Eltern und Kinder dermaßen im Dunkeln und damit im Stich zu lassen, ist unerträglich.“ VN-ebi