Schwarze Tage bei Feldkirchs Schwarzen

Vorarlberg / 02.09.2022 • 13:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schwarze Tage bei Feldkirchs Schwarzen
Nach dem Rückzug von Petz-Bechter gibt es Kritik an Bürgermeister Wolfgang Matt. VN/ArchiV

Hinter den Kulissen: Gudrun Petz-Bechters Rückzug aus der Politik schlägt über die Parteigrenzen hinweg Wellen.

Frust und Chaos Sie galt nicht nur in der Feldkircher Volkspartei als „letzte wirkliche politische Hoffnung für die nächsten Gemeindewahlen“, auch als klare Favoritin für das Erbe von Stadtchef Wolfgang Matt (66, VP) wurde Stadträtin Gudrun Petz-Bechter (46, VP) gehandelt. Jetzt hat die dreifache Mutter von ihrer Partei die Nase offenbar gestrichen voll.

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VN/HARtinger

Sie zog die Reißleine, tritt von ihren politischen Funktionen zurück und hat Aussichten auf einen gut dotierten Job bei der Sparkasse in Feldkirch. Petz-Bechters Rückzug schlägt jedenfalls über die Parteigrenzen hinweg Wellen. Unter den Feldkircher Schwarzen sind jetzt frustrierte Gesichter zu sehen und die Frage  „Wer soll nun für uns in die Wahl ziehen?“ sorgt für emotionale Debatten.

Während Stadtvertreter wie Christian Fiel (43, VP) Petz-Bechter in Sozialen Medien zum Abschied Blumen streuen („Mit Gudrun verliert unsere Stadt eine überaus engagierte, talentierte und qualifizierte Politikerin“), scheint für andere festzustehen, dass Bürgermeister und VP-Stadtparteichef Matt „maßgeblich dafür verantwortlich ist“, dass die Juristin abtritt.

„Es gilt als offenes Geheimnis, dass Wolfgang mit Gudrun nicht konnte und sie als künftige Stadtchefin ausgebremst hat“, heißt es hinter den Kulissen. Matt, der übrigens in wenigen Tagen seinen 67. Geburtstag feiert, fördere vielmehr Jungstadtrat Wolfgang Flach (27, VP) als seinen Nachfolger.

<p class="caption"> Energiestadtrat Wolfgang Flach.</p>

Energiestadtrat Wolfgang Flach.

Wirbel gab es bereits bei der Stadtvertretungssitzung im Juli, als Flach von Listenplatz 65 als Nachfolger von Rainer Keckeis als Stadtrat für Energie- und Klimaschutz aufrückte. Die vor ihm Gereihten auf der Liste mussten dafür auf ihr Mandat verzichten. Ein Betroffener weigerte sich zuerst, die Verzichtserklärung zu unterzeichnen.

Was das Erbe von Petz-Bechter im Stadtrat betrifft, so sollen die Stadtvertreter Peter Stieger (50, VP) und Manfred Rädler (57, VP) bereits in den Startlöchern scharren. Rädler saß übrigens bereits einmal im Stadtrat, damals allerdings noch für die Freiheitllichen.