Volksmusik liegt in der Luft

Vorarlberg / 02.09.2022 • 15:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Michltrio spielte im Josefsheim.SCO
Das Michltrio spielte im Josefsheim.SCO

Drei Tage lang kamen Freunde bodenständiger Volksmusik voll auf ihre Kosten.

Montafon Die Freilichtbühne der Montafoner Sagenfestspiele im Silbertal war Schauplatz der Eröffnung des Genres Volksmusik beim Musikfestival Montafoner Resonanzen. „Wir haben es riskiert und hatten Wetterglück. Erst zehn Minuten nach Veranstaltungsende begann es zu regnen; es hat perfekt gepasst für alle 150 Anwesenden“, erinnert sich Susanne Schönherr aus der Eventabteilung von Montafon Tourismus. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg“, freut sich der organisatorische Leiter der Montafoner Resonanzen, Hotelier Markus Felbermayer. Den Abend
gestalteten die Montafoner Tanzbodamusig, das 5er Gspann, das Michltrio und das Landstreicher Trio; moderiert hat Heike Montiperle.

Am Samstag gab es tagsüber „Windwerk am Berg“ zu erleben. „Leider konnten die unterschiedlichen Ensembles (Saxofon-, Posaunenquartett und Brass-Formation) nicht an den gewünschten Orten auftreten“, bedauert Felbermayer. „Das Wetter war relativ unsicher und dennoch besser als erwartet“, ergänzt Schönherr. „Das gemeinsame Abschlusskonzert von ‚Windwerk‘ musste im Kapellrestaurant stattfinden. Es beeindruckte aber trotzdem das Publikum, dirigiert und moderiert von Tristan Uth“, informiert Felbermayer.

Nur ungern ziehen lassen

Volksmusik im Gastgarten wurde am Abend vom Publikum dankbar angenommen: das Michltrio im Josefsheim, das Duo Lautlos mit Philipp Lingg am Akkordeon und Christoph Mateka an der Violine im Hotel Alpenrose. Das 5er Gspann unterhielt auf der Terrasse des Hotels Zimba. Das Publikum wollte die Musiker nicht nach Kärnten abreisen lassen. Die Bergmesse mit Pfarrer Celestin und Diakon Rudolf Sagmeister und das Weisenblasen am Rellseck fanden dann am Sonntag statt. Die Montafoner Tanzbodamusig und das Bläserduo Gleichklang aus dem Bregenzerwald waren gefordert, da zwei Musikgruppen wegen Erkrankung kurzfristig am Sonntagmorgen absagen mussten.

350 Berg- und Musikfreunde

Unter den Veranstaltungsbesuchern befand sich auch Christian Loretz. „Er ist in Bartholomäberg geboren und nun seit Jahrzehnten in Brasilien wohnhaft. Zusammen mit ehemaligen Schulkolleginnen und Schulkollegen verweilte er am Rellseck und zeigte sich von diesem stimmungsvollen Weisenblasen begeistert“, erzählte Bürgermeister Martin Vallaster. Die 96-jährige Lizi Dünser aus Brand war die vermutlich älteste Besucherin des Weisenblasens. Den Nachmittag auf dem Rellseck genoss sie, bis die letzten Melodien verklungen waren. „Bei besten Wetterbedingungen kamen sicher 350 Besucher aufs Rellseck. Damit können wir sehr zufrieden sein“, sagt Schönherr. SCO

Philipp Lingg am Akkordeon und Christoph Mateka an der Violine sind das Duo Lautlos. SCO
Philipp Lingg am Akkordeon und Christoph Mateka an der Violine sind das Duo Lautlos. SCO
Das Weisenblasen am Rellseck lockte 350 Besucher an. Gemeinde Bartholomäberg
Das Weisenblasen am Rellseck lockte 350 Besucher an. Gemeinde Bartholomäberg