Zum Gedenken

Vorarlberg / 02.09.2022 • 16:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Gedenken

Altach Am Mittwoch, 17. August, schloss Ing. Egon Nachbaur im Alter von 91 Jahren für immer seine Augen.

Egon kam am 5. März 1931 in Altach zur Welt und erlebte eine, für damalige Verhältnisse, normale Kindheit.

Er überstand die Wirren der Kriegsjahre und besuchte die Volks- und Hauptschule und absolvierte nach dem Gymnasium die HTL in Bregenz mit dem Hauptbereich Maschinenbau.

Als Ingenieur und Konstrukteur war er in Winterthur, Buchs und Lausanne sehr gefragt und erfolgreich unterwegs.

1960 heiratete er seine Elsbeth und gründete mit ihr eine Familie. Aus dieser Verbindung stammen die Kinder Elke, Dieter, Jörg, Rainer und Ute. Durch einen tragischen Unfall verlor Dieter in sehr jungen Jahren sein Leben.

Egon gründete 1962 als gelernter Maschinenbau-Ingenieur seine eigene Werkzeugbau-Firma in Altach und produzierte nebenbei Raschelspitzen für verschiedene Unternehmen im technischen und modischen Textilbereich. Seine Firma entwickelte sich unter seiner Führung in den folgenden Jahren zu einem mittelgroßen Unternehmen mit internationalen Geschäftspartnern. Viele seiner Entwicklungen und Innovationen finden sich heute noch in den Qualitätsprodukten von automotiven Unternehmen. Egon war ein hervorragender Techniker und zahlreiche Patente entsprangen seinem Erfindergeist.

1965 wurde ein Haus gebaut und Egon übersiedelte mit seiner Familie von der Brolsstraße in die Konstanzerstraße in Altach.

1991 übergab er die Geschäftsführung an seinen ältesten Sohn Jörg, blieb aber dem Unternehmen Natex mit seinem Wissen und seiner großen Erfahrung im Hintergrund treu.

Egon konnte sich zeitlebens für das Wandern, Reisen, Skifahren, Tennis- und Golfspiel sowie weitere Sportarten begeistern. Durch seine vielen Reisen entdeckte er gemeinsam mit seiner Frau Elsbeth die schönsten Orte der Welt. Er war ein gefragter Gesprächspartner und liebte interessante Diskussionen über alles. Egon interessierte sich stets für das Weltgeschehen, Politik, Wirtschaft und Technik. Er hatte bis ins hohe Alter noch einen wachen Geist und war für alles Neue stets offen.

Mit Egon verliert die Vorarlberger Wirtschaft einen angesehenen, renommierten Vorarlberger Unternehmer mit Weitblick, und die Freunde und Familie einen guten Freund, Ehemann, Opa, Uropa und Familienvater.

Jene, die Egon kannten, sind stolz darauf, dass sie ihn ein Stück seines Lebensweges begleiten durften.