Fall Janine G.: Das sagt die Staatsanwaltschaft zum Ermittlungsstand

Vorarlberg / 05.09.2022 • 16:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Fundort der Leiche von Janine G. in Lustenau. Der Tatverdächtige ist nach wie vor nicht geständig. <span class="copyright">Vn/gs</span>
Der Fundort der Leiche von Janine G. in Lustenau. Der Tatverdächtige ist nach wie vor nicht geständig. Vn/gs

Noch immer Fragezeichen bezüglich der Erhebung einer Anklage.

Feldkirch Wie steht es um den aktuellen Ermittlungsstand des Landeskriminalamtes (LKA) im Fall des Verbrechens an der 30-jährigen Janine G. im März dieses Jahres in Lustenau?

Die Antwort darauf ist auf Anfrage der VN beim Sprecher der Staatsanwaltschaft Feldkirch, Heinz Rusch, in kurzen Worten erklärt: „Die Erhebungen des LKA sind noch im Gange und eine Enderledigung ist derzeit nicht absehbar“, sagte Rusch. Deshalb könne auch noch kein Zeitpunkt bezüglich der Erhebung einer Anklage angegeben werden.

Nicht geständig

Schließlich hatte der 25-jährige Tatverdächtige, der sich seit März in U-Haft in der Justizanstalt Feldkirch befindet, ja erst Anfang August sein Schweigen gebrochen (die VN berichteten). Seine Angaben gegenüber dem LKA liegen der Staatsanwaltschaft schriftlich vor. Darin ist er nicht geständig, das Opfer umgebracht zu haben.

Ein zunächst als Beitragstäter beschuldigter 19-jähriger Lustenauer wurde im Mai auf Beschluss des Oberlandesgerichts Innsbruck aus der Untersuchungshaft entlassen. Es lag demnach kein dringender Tatverdacht gegen den jungen Mann vor. Ihm werden dem Vernehmen nach allerdings die Vergehen der Störung der Totenruhe und der Beweismittelunterdrückung vorgeworfen.

Der derzeit in U-Haft befindliche 25-Jährige steht nach wie vor unter dringendem Tatverdacht, Janine G. in einer Wohnung unter massiver Gewalteinwirkung in Lustenau umgebracht und ihre Leiche in einem Entwässerungsgraben im Lustenauer Ried abgelegt zu haben.