Rheinbrücke bald bereit für den Verkehr

Vorarlberg / 09.09.2022 • 18:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zum Großteil bereits geschüttet und asphaltiert ist die Zufahrt aus Richtung Hard.
Zum Großteil bereits geschüttet und asphaltiert ist die Zufahrt aus Richtung Hard.

Die Arbeiten befinden sich im Zeitplan – drei Wochen Einbahnregelung für L 203 (Lustenauer Straße) erforderlich.

HARD, FUSSACH Die Arbeiten an der neuen Rheinbrücke zwischen Hard und Fußach liegen im Zeitplan. Vermutlich bis Ende Oktober kann der Verkehr zweispurig auf die neue Konstruktion geführt werden. Sie ist inzwischen tragfähig, weil sämtliche Tragseile bereits montiert sind.

„Wenn das Wetter gut mitspielt, können wir den vorgesehenen Zeitplan exakt einhalten.“ Das betont Ing. Michael Egger vom Landesstraßenbauamt, Bauleiter beim Brückenneubau. Die rund 70 Millionen Euro teure Brücke wird 255 Meter lang und 24 Meter breit. Das ­schlanke Brückentragwerk wird durch einen vierfeldrigen Durchlaufträger realisiert. Er weist Stützweiten von 50, 125, 50 und 30 Metern sowie veränderlicher Bauhöhe an den Brückenenden auf. Die Versteifung des Tragwerks über den Stützen des Hauptfeldes erfolgt in Form einer harfenförmigen Überspannung.

Inzwischen sind diese flach geneigten Schrägseile, die an Pylonen befestigt pro Seil rund 900 Tonnen Spannkraft einbringen, fertig montiert.

Drei Wochen Einbahnregelung

Auf der Harder Seite ist die Zufahrtsrampe zur Brücke bereits zum Teil geschüttet und asphaltiert. Noch ist allerdings das letzte Teilstück nicht vorhanden, das die Rampe mit der Brücke verbindet. Dort stoßen die L 202, Rheinstraße, und die L 203, Lustenauer Straße, zusammen. Etwa drei Wochen bevor im Oktober der Verkehr von der bestehenden Brücke auf den Neubau umgeleitet wird, ist auf der L 203 eine Einbahnregelung erforderlich. Der Verkehr aus Lustenau Richtung Hard bleibt möglich, wer aus Richtung Hard nach Lustenau möchte, muss für einige Wochen durch Höchst auf die Brugger Brücke ausweichen.

Aufwendige Zufahrtsrampe

Einiges an Arbeit ist auf der Fußacher Rheinseite erforderlich. Hier sind noch die Zufahrtsrampen zur Brücke in Arbeit. Beinahe fertiggestellt ist hingegen die neue Unterführung für die Zufahrt in den Ort bzw. zur Seestraße den Rheindamm entlang. Denn die bestehende Einfahrt in die Dorfstraße muss wegen der erhöhten Brückenrampen aufgelassen werden.

Die neue Zufahrt erfolgt über einen aufwendigen Kreisel, von dem auch die Mühlwasenstraße erreicht wird. Nach Fertigstellung der neuen Rheinbrücke wird die im Jahr 1972 eröffnete bestehende Brücke dann abgebrochen. Wegen der Gemeindegrenze wird hier in erster Linie auf Harder Gebiet gebaut. Die alten Grenzen bestehen seit Jahrhunderten und wurden nach der Errichtung des Neuen Rheins (1895 bis 1900) nie angepasst. AJK

Die Schrägseile an der neuen Rheinbrücke sind fertig montiert, die Konstruktion ist damit tragfähig. AJK/4
Die Schrägseile an der neuen Rheinbrücke sind fertig montiert, die Konstruktion ist damit tragfähig. AJK/4
Auf der Fußacher Rheinseite wird noch an der Brückenrampe gearbeitet.
Auf der Fußacher Rheinseite wird noch an der Brückenrampe gearbeitet.
Durch diese Unterführung erfolgt künftig die Zufahrt ins Fußacher Ortszentrum.
Durch diese Unterführung erfolgt künftig die Zufahrt ins Fußacher Ortszentrum.