Vom Klassenzimmer direkt auf die Straße

Vorarlberg / 09.09.2022 • 05:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Karin Würbel lehrt die Schüler nicht nur das richtige Verhalten auf dem Schulweg.  POLIZEI

Schulverkehrserziehung durch die Polizei am Beispiel Bludenz.

Bludenz Ein neues Schuljahr steht bevor, und somit stellt sich nicht nur für die Eltern und Pädagogen, sondern natürlich auch für die Polizei die Herausforderung, den Kleinsten das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu vermitteln. Im Bezirk Bludenz erklären zehn Polizeibeamte an 44 Volksschulen den Erstklässlern das richtige Verhalten auf dem Schulweg.

Die Kinderpolizistin

Karin Würbel vom Bezirkspolizeikommando Bludenz ist als Kinderpolizistin eine Expertin dafür. Sie erklärt den VN die konkrete Vorgangsweise, wie ein solcher Unterricht vor sich geht: „In einem rund 20 Minuten dauernden Theorieteil wird den Kindern im Klassenzimmer die Wichtigkeit der Warnweste erklärt und es werden theoretische Tipps zum Verhalten auf der Straße gegeben. Im Anschluss ziehen die Kinder ihre Warnwesten anund dürfen gemeinsam mit den Polizeibeamten auf der Straße das Überqueren üben.“

Besucht werden von den Schulverkehrserziehern der Polizei sowohl kleine Schulen, an denen nur fünf Erstklässler unterrichtet werden, als auch Schulen, an denen bis zu 90 Schüler die erste Klasse besuchen.

Würbel: „In den Städten wird dies an den schulnahen Schutzwegen oder Ampelanlagen durchgeführt, in kleinen Gemeinden, die weder über Schutzwege noch Ampelanlagen verfügen, wird in Rücksprache mit den Pädagogen ein geeigneter Straßenabschnitt zum Überqueren ausgewählt.“

Abschließend werden die Eckpunkte des Verkehrserziehungsunterrichts nochmals wiederholt und die Kinder werden auf das tägliche Tragen der Warnweste hingewiesen.

Ein kleines Präsent

„Wenn dann noch etwas Zeit bleibt, darf das Polizeiauto mit dem Folgetonhorn genau unter die Lupe genommen werden. Am Ende der Verkehrserziehung wird den Kindern ein kleines Präsent in Form von reflektierenden Bändern, Schultaschenreflektoren oder Bastelartikeln überreicht“, ergänzt die Bludenzer Kinderpolizistin noch.

Mit der Warnweste ausgerüstet, lernen die Schüler auf der Straße das richtige Verhalten.<span class="copyright"> Polizei</span>
Mit der Warnweste ausgerüstet, lernen die Schüler auf der Straße das richtige Verhalten. Polizei

Verstärkte Kontrollen

Zum bevorstehenden Schulbeginn wird die Polizei in Vorarlberg einen verstärkten Fokus auf das Verkehrsgeschehen im Bereich von Schulwegen, Schulen und Kindergärten legen. Die Gewährleistung der Sicherheit auf Schulwegen für die Jüngsten hat eine besondere Bedeutung in Bezug auf die Verkehrssicherheit.

Die Polizei wird besonders zu Schulbeginn verstärkt Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulen und Kindergärten durchführen. Diese Kontrollen werden sowohl in Uniform als auch im Rahmen der zivilen Verkehrsüberwachung durchgeführt. Auch die Einhaltung der Bestimmungen in Bezug auf Kinderbeförderung, Gurtenpflicht und das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung wird überwacht werden. Die Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, in der Phase des Schulbeginns ein noch größeres Ausmaß an Vorsicht, vorausschauendem Denken und Rücksichtnahme für Kinder an den Tag zu legen und sich ihrer Vorbildwirkung für Kinder und Jugendliche bewusst zu sein.