Kleine Lustenauer Gärtner zogen riesige Sonnenblumen

Vorarlberg / 12.09.2022 • 18:45 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ausgesprochen hoch wachsen die Sonnenblumen der Sorte "King Kong".
Ausgesprochen hoch wachsen die Sonnenblumen der Sorte "King Kong".

Beim Obst- und Gartenbauverein Lustenau (OGV) wurde am Freitag die größte Sonnenblume ermittelt.

Lustenau Viel Improvisationstalent bewiesen am Freitagnachmittag die Kinder, ihre Eltern und Großeltern, die ihre selbst aufgezogenen Sonnenblumen zur Prämierung des Sonnenblumenwettbewerbs des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Lustenau brachten. Die bis zu knapp vier Meter langen Blumen wurden an die Lastenräder gebunden, im Auto transportiert oder sogar mit dem Traktor vorgefahren. Andere trugen die Sonnenblume und kamen zu Fuß zum Festplatz des OGV in der Nähe des Alten Rheins. „Heute werden wir die Gewinnerkinder unserer Sonnenblumenaktion vom Mai ermitteln“, sagte Cornelia Maier, Obfrau des Obst- und Gartenbauvereins, stolz. All jene Kinder, die im Frühling auf dem Lustenauer Markt Sonnenblumen der Marke „King Kong“ gepflanzt hatten, wurden per Post eingeladen, bei der jährlich stattfindenden Prämierung mitzumachen.

Wer hat die höchste Sonnenblume? Dieser Frage ging der OGV am Wochenende auf den Grund. - Größte Sonnenblume in Lustenau prämiert.
Wer hat die höchste Sonnenblume? Dieser Frage ging der OGV am Wochenende auf den Grund. - Größte Sonnenblume in Lustenau prämiert.

„Wir wollen den Kindern zeigen, was es dafür braucht, dass man am Ende eine große schöne Sonnenblume in Händen halten kann“, erklärte Manfred Kremmel vom OGV. Die Kinder hegten ihre Pflänzchen, die sie im Mai gepflanzt hatten und achteten strikt darauf, dass sie in der Anfangsphase nicht von den Schnecken gefressen wurden. „Ich habe meine Blume auf dem Komposthaufen gepflanzt. Das ist der ideale Ort“, so Kremmel. Wenn man dann die Sonnenblume noch mit wichtigen Mineralien versorgen möchte, so macht er dies mit Brennnesselwasser. „Das gibt der Blume nochmals einen richten Schub“, verrät er augenzwinkernd.

Auch der Blütenkopfumfang konnte abgemessen werden.
Auch der Blütenkopfumfang konnte abgemessen werden.

„Ich habe meine Sonnenblume die ganzen Monate hinweg wie ein richtiger Schatz behütet“, sagte Johannes Netzer (8) aus Lustenau. Er hat mit seiner Mutter die Sitze im Auto umgeklappt, damit die Blume Platz hat und wohlauf zur Messung ankam. So wie Johannes ging es auch den anderen 30 Kindern, die mit ihren Eltern und Großeltern zum Sonnenblumenfest gekommen waren. Obfrau Cornelia Maier und Vizebürgermeister Daniel Steinhofer haben eine Blume nach der anderen abgemessen. „Die Teilnehmenden entscheiden, ob wir die Länge oder den Umfang des Blütenkopfes messen sollen“, so Maier.

Der stolze Opa Walter Hämmerle schaute bei den Sonnenblumen seiner Enkel nach dem Rechten.
Der stolze Opa Walter Hämmerle schaute bei den Sonnenblumen seiner Enkel nach dem Rechten.

Und so schritten Maier und Steinhofer zur Tat, maßen die Blumen und ermittelten schließlich die Gewinner des diesjährigen Sonnenblumenwettbewerbs. Mit 395 Zentimetern Länge gewann die Sonnenblume von Christiane Tesfay-Hämmerle, gefolgt von der Blume von Fiona Burtscher mit 388 Zentimetern. Die Blume von Johannes Netzer errang mit 384 Zentimetern den dritten Platz. Die größte Blüte mit einem Umfang von 126 Zentimetern hatte die Blume von Hannah Tesfay-Hämmerle, gefolgt von Felix Hämmerle (122 Zentimeter) und Sandra Alge (121 Zentimeter). Nicht nur die ersten drei Plätze wurden mit Preisen belohnt. „Jedes Kind, das für so lange Zeit durchgehalten hat, erhält von uns einen kleinen Preis“, so Cornelia Maier. Stolz nahm ein Kind nach dem anderen seine Urkunde und sein Geschenk entgegen. Nächstes Jahr werden sie wieder mitmachen, wenn die größte Sonnenblume Lustenaus ermittelt wird. BVS