Tiertransporter im Visier der Polizei

Vorarlberg / 13.09.2022 • 22:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
An einem Lkw werden die notwendigen technischen Voraussetzungen (Temperaturregler, Ventilatoren, Trennwände usw.) überprüft. Vn/Rhomberg
An einem Lkw werden die notwendigen technischen Voraussetzungen (Temperaturregler, Ventilatoren, Trennwände usw.) überprüft. Vn/Rhomberg

So schult sich die Vorarlberger Exekutive in Kontrollen von Lebendviehtransporten.

Nüziders Transitrouten von Langstreckentiertransporten führen auch durch Vorarlberg. Langstrecke bedeutet hier eine Überstellung von Schlachtvieh wie Rinder, Schweine, Schafe oder Geflügel mittels Schwerfahrzeugen, die mehrere Wochen dauert.

Wie fühlen sich solche Transporte für die Tiere an? Das festzustellen, ist die Aufgabe der Verkehrspolizei, indem sie die Unterbringung des Lebendviehs in den Lkw sporadisch kontrolliert. Die Vorarlberger Tierschutzombudsfrau Karin Keckeis führte am Montag und Dienstag gemeinsam mit der Polizei und dem Kärntner Tierarzt Alexander Rabitsch beim Autobahnkontrollplatz in Nüziders eine theoretische und praktische Schulung der Beamten zur Kontrolle dieser Transporte durch.

Mit Rabitsch konnte damit ein erfahrener Experte gewonnen werden. Der 65-jährige Kärntner führte bereits in ganz Europa Schulungen von Kontrollen von Tiertransporten durch. Für den Tierarzt liegt insbesondere bei Langstreckentransporten „vieles im Argen“, wie er gegenüber den VN betonte. Dies betreffe vor allem einen Mangel an Flüssigfutter und zu hohe Temperaturen für die Tiere.

Am Kontrollplatz in Nüziders wurden die Polizeibeamten anhand eines zur Verfügung gestellten Tiertransporters unterwiesen, ob er allen Anforderungen entspricht. Laut Peter Rüscher, dem stellvertretenden Leiter der Verkehrsabteilung, werden in Vorarlberg jährlich rund 30 Lebendviehtransporte von der Polizei kontrolliert. Werden Verstöße festgestellt, wird die Fahrt unterbrochen und das Lebendvieh in Notversorgungsstellen untergebracht. „Solche Fälle gab es in Vorarlberg, etwa bei Überladungen von Schweinen. Aber wegen empfindlicher Verwaltungsstrafen hat sich die Disziplin spürbar verbessert“, sagt Rüscher. VN-GS