Wer den Booster vorerst aufschieben kann

Vorarlberg / 18.09.2022 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Impfgremium veröffentlicht neue Anwendungsempfehlung.

wien Das Nationale Impfgremium (NIG) hat seine Anwendungsempfehlungen für Covid-19-Impfungen aktualisiert. Dreimal geimpfte Personen, die zusätzlich eine Omikron-Infektion (BA.1, BA.2 oder BA.4, BA.5) durchgemacht haben, zeigen eine gute Boosterantwort und Immunität gegen BA.4/BA.515, 16, 17, 18, heißt es. Vor allem die Unter-60-Jährigen können unter solchen Voraussetzungen die Auffrischung vorerst aufschieben. Bis zu sechs Monate nach der Infektion sei durch den Booster für diese Gruppe keine Verbesserung des Immunschutzes zu erwarten. Damit könne die vierte Impfung verschoben werden. Respiratorische Infektionen hinterlassen aber keine dauerhafte systemische Immunität. „So benötigen Personen ab fünf Jahren jedenfalls für eine breite und gut ausgeprägte Immunitätslage in Hinblick auf SARS-CoV-2 eine Grundimmunisierung bestehend aus drei Impfungen (Schema 2+1), unabhängig von durchgemachten Infektionen“, betonen die Experten. Gleichzeitig halten sie fest:  “Eine Impfung trotz durchgemachter Infektion schadet nicht, kann aber bei Unterschreiten des empfohlen Intervalls in der Boosterantwort eingeschränkt sein und in Einzelfällen zu vermehrten Impfreaktionen führen.” Unerkannte asymptomatische beziehunsgweise nicht abgeklärte oder laborbestätigte leichte Infektionen könnten ignoriert und Impfungen wie vorgesehen durchgeführt werden.