Das Hallenbad der Zukunft

Vorarlberg / 20.09.2022 • 17:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Anlage des alten Hallen- und Freibads. Das neue Hallenbad soll 2025 fertig werden.Grüssl, Stefanie/BHÖ; Volare
Die Anlage des alten Hallen- und Freibads. Das neue Hallenbad soll 2025 fertig werden.Grüssl, Stefanie/BHÖ; Volare

Das neue Hallenbad in Bregenz wird auch seinen Beitrag zur Klimastrategie 2030 leisten.

bregenz Die Landeshauptstadt Bregenz hat mit dem Bau des Siegerprojekts der ARGE zum neuen Hallenbad, welches 2020 beim EU-weiten Architektenwettbewerb gekürt wurde, begonnen. Die Kosten werden auf knapp 72 Millionen Euro geschätzt.

Die Anlage

Das neue Bad wird auf der Höhe des alten gebaut. In Zukunft wird es zwei 25-Meter-Schwimmbecken, ein Lehrschwimmbecken, Außen- und Therapiebecken geben. Genauso wie ein Hubbodenbecken mit verstellbarer Wassertiefe und Temperatur, um älteren oder Menschen mit Beeinträchtigung das Baden zu erleichtern. „Ich weiß, dass für die Leute schwimmen oft die einzige Möglichkeit für körperliche Betätigung und Gesundheit ist“, so Bürgermeister Michael Ritsch. Einen großen Rutschenturm von 70 Metern wird das Bregnezr Hallenbad auch bekommen. „Dieses kann dann sowohl von innen als auch vom Freibad aus genutzt werden“, erklärte Bauleiter Bernhard Fink.

Das neue Hallenbad will auch mit einer großzügigen Saunalandschaft punkten. „In den oberen Geschossen wird sich der Saunabereich befinden“, sagt Fink. Darunter ist auch eine Saunabar, ein Saunagarten mit Außenpool, sowie eine Außensauna mit Seezugang. Wer noch mehr Auszeit braucht, kann sich in den Ruheräumen oder auf der Dachterrasse mit Whirlpool und drei Schwitzkabinen zurückziehen. Währenddessen wird im Freibad aktuell das Sportbecken saniert und das Mehrzweckbecken durch ein Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Nackenduschen ersetzt. Die Breitwellenrutsche wird neu platziert, mit einem Blick Richtung See. Das Kinderbecken wird komplett erneuert.

Der See als Energiequelle

„Wir sind energetisch auf dem neuesten Stand“, schildert Bauleiter Fink. Dies wurde ebenfalls beim Bau des neuen Hallenbads berücksichtigt. Besonders was die Wasseraufbereitung angeht: Das Seewasser soll dazu genützt werden. „Dazu werden wir ein Rohr mit einem 600-Millimeter Durchmesser um die 500 Meter in den See verlegen.“ Mittels Wärmepumpen und „free cooling“ sollte das Seewasser dann für die Wärme und Kälteversorgung des Hallenbads dienen. Betrieben wird die Regulierung von der Stadtwerke Bregenz GmbH, die auf diese Art eine Wärmemenge von 3300 und eine Kältemenge von 1330 Megawattstunden pro Jahr liefern will.

Die Fertigung sollte im Frühjahr 2025 erfolgen. Danach wird das alte Bad abgerissen und mit Volleyball- und Tischtennisplätzen ersetzt. VN-PEM

Der derzeitige Stand der Bauarbeiten des neuen Hallenbads.VN/Rhomberg
Der derzeitige Stand der Bauarbeiten des neuen Hallenbads.VN/Rhomberg