Kleinschulen und Emotionen

Vorarlberg / 20.09.2022 • 22:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Barbara Schöbi-Fink ist nun wieder nur Schullandesrätin.

Schwarzach Barbara Schöbi-Fink (61,ÖVP) ist nach der Rückkehr von Landeshauptmann Markus Wallner (55, ÖVP) ihre Vielfachbelastung los und zeigte sich im VorarlbergLIVE-Gespräch mit Magdagelana Raos darüber auch erleichtert. „Obwohl ich meine Kernaufgabe in den letzten Monaten nicht zu vernachlässigen brauchte. Es waren in der Schule ja Ferien.“

Das jüngst aufgekochte Thema Kleinschulen, von denen bekanntlich zwei (Wald a. Arlberg und Partenen) wegen Lehrermangels zusperren mussten, sieht sie als sehr emotionale Sache für die Betroffenen. „Die Schulen sind jedoch nur stillgelegt und nicht geschlossen“, betonte sie.

Der Lehrermangel zieht sich freilich durch die gesamte Schullandschaft. „Wir haben aber durch die Projektstelle Arbeitsplatz Schule bereits einiges erreicht“, sagte Schöbi-Fink. Es sei gelungen, so viele Lehrer wie noch nie für die Vorarlberger Schulen zu gewinnen, 400 an der Zahl.

Dass 43 Prozent aller Pädagoginnen und Pädagogen in Vorarlberg nur Teilzeit arbeiten, gefällt Schöbi-Fink zwar nicht, sie hofft jedoch, durch steuerliche Maßnahmen Anreize dafür zu schaffen, dass dadurch mehr LehrerInnen zur Übernahme von mehr Stunden bereit sind. Für viele Bereich im Schulwesen sei jedoch der Bund und nicht das Land zuständig; zum Beispiel für Ausbildung und Bezahlung. 

Beim Thema Corona begrüßt die Vorarlberger Schullandesrätin die nun geltenden Regelungen. „Wie in anderen Bereichen sollen LehrerInnen auch im Falle einer Infektion unterrichten dürfen, wenn sie keine Symptome haben und natürlich Maske tragen. Warum sollte es in der Schule anders sein als an anderen Orten?“, fragt sich die Schullandesrätin. Eine Verbesserung des Angebots in der Ganztagsbetreuung sei für sie eine weitere Herausforderung.