Diskussion um Spielplatz auf der Fluh

Vorarlberg / 21.09.2022 • 16:09 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Bürgerversammlung möchte anderen Standort, als von den Stadtverantwortlichen vorgeschlagen wurde.

Bregenz Klare Vorstellungen hatten die gut zwei Dutzend Fluherinnen und Fluher, die den Weg zur Bürgerversammlung ins Feuerwehrhaus fanden. Die jungen Mütter und Väter wussten genau, wo und wie sie den künftigen Spielplatz für ihren Nachwuchs haben wollen. Dem vom Amt priorisierten Entwurf wurde eine Absage erteilt.

Bislang kein Fluher Spielplatz

Der Ortsteil Fluh, einst eigene Gemeinde, wurde 1938 nach Bregenz eingemeindet. Heute leben auf der Fluh, dank der vielen Sonnentage auch „Bregenzer Sonnenterrasse“ genannt, 334 Einwohner. Darunter viele Familien mit Kindern. Diese müssen bislang rund um Haus oder Wohnung oder im angrenzenden Wald ihren Spieltrieb ausleben. Bisher stand ihnen nämlich kein eigener Spielplatz zur Verfügung. Geht es nach Stadtteilsprecher Peter Vögel, soll sich das in absehbarer Zeit ändern.

Mögliche Standorte

Die ÖVP brachte, unterstützt von den Grünen, bei der letzten Budgetsitzung einen entsprechenden Antrag ein und für den Spielplatz wurden 35.000 Euro ins Budget aufgenommen. Als mögliche Standorte wurden der Sportplatz bei der Schule, die Wiese hinter der
St. Wendelinskirche, ein Platz neben dem Pfarramt und das bergseitige Gelände an der langgezogenen Rechtskurve nach der Kirche, beim Rastplatz für Wanderer, ins Auge gefasst.

Fachbeamte aus dem Rathaus und Günter Weiskopf vom Büro für Spielräume in Dornbirn nahmen die Plätze unter die Lupe. Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte in der Bürgerversammlung die untersuchten Möglichkeiten, die von den Experten auch auf ihre Tauglichkeit und Schwachstellen hin abgeklopft wurden.

Schulplatz für Stadt optimal

Sowohl rechtlich als auch von der Ausgestaltung her stellt sich der Schulplatz für die Stadt als beste Lösung dar. Aber auch hier würde laut Stadträtin Eveline Miessgang der Budgetansatz von 35.000 Euro nicht ausreichen. Sie sprach von Investitionskosten in Höhe von 65.000 Euro. Die anderen Plätze würden alle in der Gefahrenzone liegen. Bei entsprechenden Wetter­ereignissen müsse dort mit Steinschlag und mit Hangrutschungen gerechnet werden.

Bürger wollen anderen Standort

Die anwesenden Fluher Eltern hatten hier jedoch Einwände. Der Schulhof sei der Festplatz der Fluh, er müsse zudem für die Schule als Turnplatz und Bewegungsraum erhalten bleiben. Ein Spielplatz müsse zudem die Möglichkeit für Ballspiele eröffnen. Sie sehen das Gelände beim Wanderrastplatz als den besten Standort.

Bürgermeister Michael Ritsch sieht an diesem Standort jedoch Probleme. Um hier einen Spielplatz anzulegen, bedürfte es aufwendiger Erdbewegungen und Umbau­arbeiten, was sich auch auf die Investitionskosten auswirke. Zudem müsse dieser Standort vorher mit dem Landesgeologen abgeklärt werden.

Endgültige Abstimmung

Da diesem Standort in der Bürgerversammlung eindeutig der Vorzug gegeben wurde, schlug Stadtteilsprecher Peter Vögel in Abstimmung mit dem Bürgermeister vor, diesen Platz mit dem Landesgeologen abzuklären. Dann könne die Planung und Kostenrechnung erfolgen. Danach käme es zu einer Präsentation für die Fluher Bevölkerung. Wie Bürgermeister Ritsch erklärte, werde es in der Folge unter allen Wahlberechtigten auf der Fluh zu einer endgültigen Abstimmung über die Spielplatzfrage kommen. Entscheide sich eine Mehrheit für den Wanderrastplatz würde die Umsetzung dann wegen der notwendigen Umwidmungen und Fristenläufe zwölf bis 15 Monate dauern. HAPF

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Stadtteilsprecher Peter Vögel präsentierte die möglichen Standorte.hapf/5

Die vier vorgeschlagenen Spielplatzstandorte Kirche, Pfarrheim, Schule und Wanderrastplatz.
Die vier vorgeschlagenen Spielplatzstandorte Kirche, Pfarrheim, Schule und Wanderrastplatz.