Dominante Coronavariante: Neues Vakzin auch in Vorarlberg

Vorarlberg / 21.09.2022 • 18:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominante Coronavariante: Neues Vakzin auch in Vorarlberg
Der an die Omikron-Varianten BA.4/BA.5 angepasste Impfstoff kann bei Dritt- und Auffrischungsimpfungen zur Anwendung kommen, erklärt Impfkoordinator Robert Spiegel. Foto: DPA

Ab Dienstag (27. September) wird neuer, auf die Omikronvarianten BA.4/BA.5 angepasster Impfstoff verimpft.

Schwarzach Die ersten Dosen des am Dienstag nach Österreich gelieferten und auf die Omikron-Variante BA.4/BA.5 angepassten Corona-Impfstoffs werden ab kommenden Dienstag auch in Vorarlberg verimpft.

„Es handelt sich dabei um einen sogenannten bivalenten mRNA-Impfstoff. Der Vorteil dieses neuartigen Impfstoffes ist, dass er treffsicher an die aktuell dominanten Omikronvarianten BA.4 und BA.5 angepasst ist. Das hatten wir vorher nicht“, erklärt Vorarlbergs Impfkoordinator Robert Spiegel auf VN-Anfrage den Vorteil des neuen Impfstoffs, der vor schweren Verläufen schützt. Das Pfizer/BioNTech-Vakzin ist entsprechend der EU-Zulassung als dritte Impfung oder als Auffrischung für Personen ab zwölf Jahren frei auswählbar. 

Mit oder ohne Anmeldung

Zunächst ist der Impfstoff ab Dienstag in der Dornbirner Messehalle mit oder ohne Anmeldung verfügbar. Insgesamt stehen in Österreich mit Ende September 1,4 Millionen Impfdosen des neuen Vakzins zur Verfügung, informiert Spiegel. „Wir bekommen davon so viel wir wollen.“ Es stehen also ausreichend Dosen für alle Impfwilligen zur Verfügung. In weiterer Folge soll der angepasste Impfstoff auch in Ordinationen von Hausärztinnen und Hausärzten angeboten werden. Darüber hinaus sei der Einsatz zusätzlicher Impfbusse entsprechend dem Impfaufkommen sichergestellt.

80.000 ohne vollständige Grundimpfung

Mit dem neuen Präparat ist sowohl die Vervollständigung der Grundimmunisierung, also die dritte Dosis, als auch die Auffrischung möglich. „Wir haben in Vorarlberg 80.000 Menschen, deren Grundimpfung noch nicht vervollständigt ist“, erklärt Spiegel. Diesen Menschen fehlt also noch der zweite bzw. dritte Stich. „Auf diese Gruppe hoffen wir stark.“ Der neue Impfstoff schützt gegen schwere Erkrankungen und dadurch verursachte Spitalsaufenthalte. Vor allem Personen über 60 Jahren sowie Risikopersonen ab zwölf Jahren wird die Auffrischung ab vier Monate nach dem Abschluss der Grundimmunisierung empfohlen. Für Kinder unter zwölf Jahren sollen die herkömmlichen Impfstoffe verwendet werden.