Ein entspannter Schulbeginn

Vorarlberg / 21.09.2022 • 18:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schüler und Lehrer konnten gemeinsam auftreten. vn/rhomberg
Schüler und Lehrer konnten gemeinsam auftreten. vn/rhomberg

Lediglich vereinzelte Klassen in vier Schulen mussten bislang Coronamaßnahmen setzen.

Schwarzach „Ich schaue gerade auf eine irrsinnige Menge an Antigentests“, stellt Jürgen Sprickler trocken fest. Eltern von Schülern könnten sie gratis bekommen. „Noch habe ich aber keinen einzigen abgegeben“, sagt der Direktor der Volksschule Dornbirn-Haselstauden. Zumindest hat ein Großteil der Eltern der insgesamt 250 Schülerinnen und Schüler die Einverständniserklärung unterschrieben, die es braucht, sollten von der Behörde wieder Coronatests angeordnet werden. Liegt keine Erklärung vor, darf das Kind im Falle des Falles nicht in die Schule. Gleichzeitig kann Jürgen Sprickler von einer ruhigen Situation berichten. „Wir hoffen sehr, dass es so bleibt“, schickt er einen Wunsch nach. Die vergangenen zwei Schuljahre beschreibt er als belastend, auch weil das tägliche Testen der Schüler zeitaufwendig war. Er wäre froh, wenn das vorbei wäre. Sprickler weiß aber, dass es eine trügerische Sicherheit ist.

Keine Auffälligkeiten

Der Schulbeginn scheint sich bislang nicht auf die Infektionszahlen ausgewirkt zu haben, wiewohl am Montag rund 300 neue Fälle gemeldet wurde, so viele, wie schon länger nicht mehr. Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher spricht von einem Ausreißer und davon, dass es auf das Alter bezogen keine Auffälligkeiten gibt, was die Inzidenz betrifft. Bei den 20- bis 44-Jährigen beträgt die Sieben-Tages-Inzidenz 369, bei den 15- bis 19-Jährigen 371 und bei den Sechs- bis 14-Jährigen bei 373. Grabher verweist auf die an Eltern gerichtete Empfehlung, ihre Kinder ab und an zu testen, vor allem bei Symptomen. „Bei Fieber sollen Kinder überhaupt zu Hause bleiben“, ergänzt er.

An vier Schulen mussten dennoch bereits Schritte gegen die Pandemie gesetzt werden, wie das Büro von Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink bestätigte. Dies gelte aber nur für einzelne Klassen. Die Maßnahmen betreffen bei allen Antigen-Testungen. Eine Schule hat zusätzlich eine Maskenpflicht angeordnet. Aber auch hier gehe es nur um eine einzelne Klasse. Die von den Schulen gesetzten Maßnahmen sind zeitlich begrenzt und wurden in Rücksprache mit der Bildungsdirektion getroffen.

Mit Feier ins neue Schuljahr

Als fast normal im Vergleich zum vergangenen Jahr bezeichnet Evelyn Lingenhel, Direktorin der Volksschule Mähdle in Wolfurt, den Start ins neue Schuljahr. „Endlich war wieder ein entspannter Schulbeginn mit Feier und ohne Klassentrennung möglich“, freut sie sich. Was ihr noch fehlt, sind einige Einverständniserklärungen, um angeordnete Tests durchführen zu können. Die werde sie aber nochmals einfordern, bekräftigt Lingenhel. Sie will für den Fall des Falles, von dem niemand hofft, dass er eintritt, vorgesorgt haben. VN-MM