Großes Fest zum Alpabtrieb in Dornbirn

Vorarlberg / 22.09.2022 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Alpabtrieb lockt jedes Jahr viele Besucher ins Gütle. <span class="copyright">cth</span>
Der Alpabtrieb lockt jedes Jahr viele Besucher ins Gütle. cth

Am Samstag wird der zweite Teil des Alpabtriebs in Dornbirn gefeiert.

Dornbirn Nach dem besonders guten Alpsommer ziehen an diesem Wochenende die nächsten Älplerinnen und Älpler mit ihrem Vieh zurück ins Tal. Am 24. September sowie am 1. Oktober kehren die restlichen Tiere unter anderem von der Alpe Unterfluh-Altenhof, der Alpe Gunzmoos-Obermörzel und der Alpe Kobel-Obersehren zurück.

Die Hatler Musig spielt auf.
Die Hatler Musig spielt auf.

Die Verteilung der Tiere findet am Parkplatz beim Waldbad Enz statt. Nach coronabedingter Pause in den letzten Jahren gibt es heuer ein großes Fest. Die Hatler Musig sorgt für das musikalische Rahmenprogramm und die Bewirtung der Gäste. Rund 60 Personen von der Hatler Musig sind in diversen Funktionen von der Bonkasse, Musizieren in der Bauernkapelle, Kinderschminken, Aufbau, Grillen und beim Abräumen im Einsatz. „Für uns ist sehr wichtig, dass die Tradition des Alpabtriebs weitergeführt wird und wir als Musikverein selbst ein Teil davon sein können“, betont Regina Winder von der Hatler Musig.

Der Alpabtrieb soll ein geselliges Fest werden.
Der Alpabtrieb soll ein geselliges Fest werden.

Die Bewirtschaftung der Dornbirner Alpen hat eine lange Tradition und ist für den Erhalt der heimischen Kulturlandschaft, insbesondere auch für unsere Naherholungsgebiete wichtig. Mehr als 2500 Tiere, davon 2100 Rinder, 300 Milchkühe und 100 Pferde, verbrachten heuer auf den rund 40 Dornbirner Alpen ihren Sommer. Die heimischen Landwirte nutzen dabei die Futtervorräte in den Dornbirner Bergen und tragen wesentlich zum Erhalt der Naherholungsgebiete bei. Der überwiegende Teil der Berggebiete wäre ohne diese Bewirtschaftung bis auf ca. 1500 Meter durchgehend bewaldet. Das Weidevieh hält die Alpflächen waldfrei und fördert damit Pflanzen, die ansonsten nur auf Sonderstandorten wie Felsköpfen, flachgründigen Humusauflagen oder in Lawinenstrichen vorkommen.

„Die Landwirtschaft versorgt die Bevölkerung nicht nur mit Nahrungsmitteln, sie pflegt und erhält auch unsere wunderschöne Landschaft. Der Alpabtrieb im September ist ein großes Fest und im bäuerlichen Jahreskreis nach wie vor einer der Höhepunkte,“ sagt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

Der Alpabtrieb der Alpe Wöster findet am 1. Oktober mit Bewirtung durch den Feuerwehrzug aus Kehl­egg statt. CTH