„Für die Frauen im Iran nichts Neues“

Vorarlberg / 26.09.2022 • 21:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Sozialökonomin und Exil-Iranerin Schifteh Hashemi zu Gast bei Vorarlberg LIVE.
Sozialökonomin und Exil-Iranerin Schifteh Hashemi zu Gast bei Vorarlberg LIVE.

Schifteh Hashemi sprach bei Voralberg LIVE über die aktuellen Proteste im Iran.

schwarzach Nach dem Tod von Mahsa Amini sind weltweit Tausende Menschen gegen das islamische Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen auf die Straße gegangen. Amini war vor einer Woche von der iranischen Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie ihren Hijab (Kopftuch) nicht der strengen islamischen Kleiderordnung entsprechend getragen haben soll. „Die genauen Umstände werden noch geprüft, man geht allerdings davon aus, dass die Frau in der Wache von der Polizei umgebracht wurde“, erklärt Sozialökonomin und Exil-Iranerin Schifteh Hashemi. Die Familie des Opfers teilte demnach mit, dass man Verletzungen, die auf Misshandlungen schließen lassen, gesehen hat.

„Die Frauen möchten nicht mehr akzeptieren, dass sie Freiwild für die Sittenpolizei sind. Jederzeit könnten sie beflegelt und verhaftet werden, dass solche Dinge in Haft passieren, ist für die Frauen im Iran nichts Neues“, schildert Hashemi. Teenager um ihre grundlegendsten Freiheiten kämpfen zu sehen, mache sie traurig und betroffen.

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