Leukämiekranke Maria ist nicht alleine. In Lustenau …

Vorarlberg / 26.09.2022 • 10:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bereitwillig ließen sich viele Menschen für Maria einen Wangenabstrich machen. Maria braucht einen Stammzellenspender. <span class="copyright">VN/von Sontagh</span>
Bereitwillig ließen sich viele Menschen für Maria einen Wangenabstrich machen. Maria braucht einen Stammzellenspender. VN/von Sontagh

Die Typsierungsaktion für das schwerkranke Mädchen brachte viele Menschen ins Feuerwehrhaus.

Lustenau Die zehnjährige Schülerin Maria aus Lustenau braucht dringend einen Stammzellenspender. Nachdem die akute Leukämie besiegt schien, kehrte die Krankheit diesen Sommer leider wieder zurück (die VN berichteten). Nun haben die Verwandten von Maria gemeinsam mit „Geben für Leben“ zur großen Typisierungsaktion ins Feuerwehrhaus Lustenau geladen. Mit der Hoffnung, den passenden genetischen Zwilling für Maria zu finden.

Natürlich war auch die Mama von Maria (zweite von links) am Sonntag mit Unterstützerinnen im Einsatz. <span class="copyright">VN/von Sontagh</span>
Natürlich war auch die Mama von Maria (zweite von links) am Sonntag mit Unterstützerinnen im Einsatz. VN/von Sontagh

„Bitte mit dem Stäbchen zehn Mal links und zehn Mal rechts entlang der Wangeninnenseite streichen, damit möglichst viel Mundschleimhaut am Stäbchen haften bleibt“, erklärt Susanne Marosch von „Geben für Leben“. Nachdem die Spender sich in der Datenbank des Vereins registriert haben, benötigen sie lediglich den Wangenabstrich. „Anschließend gehen die Proben ins Labor, nach circa zwei Wochen haben wir das Ergebnis“, weiß Manuel Kussian vom Verein. Österreichweit sind rund 200.000 Menschen als Stammzellenspender registriert, weltweit circa 40 Millionen. Die Hoffnung, Maria aus Lustenau helfen zu können, führte viele Menschen zur Typisierungsaktion ins Feuerwehrhaus. So wie auch die Schwestern Nadine (24) und Julia Wallner (22). Sie berührt das Schicksal der jungen Patientin. „Vielleicht können genau unsere Stammzellen Maria retten“, hofft Nadine.

Geben für Leben-Initiatorin Susanne Marosch und Marias Schuldirektor Robin Würtinger wollen das Beste für Maria.<span class="copyright"> VN/von Sontagh</span>
Geben für Leben-Initiatorin Susanne Marosch und Marias Schuldirektor Robin Würtinger wollen das Beste für Maria. VN/von Sontagh

Einfach und schnell

„Wenn man jemanden kennt, der diese Krankheit hat, kommt das Thema Leukämie plötzlich ganz nah an einen heran“, sagt Tabitha Fitz (31), ehemalige Nachbarin von Maria.  „Ich bin froh, dass ich jetzt hier bin. Lieber spät als nie“, meint Chiara Kopf. Beide bestätigen, dass der Wangenabstrich unkompliziert und absolut schmerzfrei ist. Sogar Marias Direktor der Volksschule Rotkreuz, Robin Würtinger, kam zur Typisierungsaktion, um sich als Spender registrieren zu lassen. Jeder Einzelne, der am Sonntag seine Spende abgegeben hat, hofft, dem Mädchen eine zweite Chance schenken zu können. Wer sich als Stammzellenspender registrieren möchte, kann dies auch online unter www.gebenfuerleben.at machen. Spendenberechtigt sind gesunde Personen zwischen 17 und 45 Jahren. BVS

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