Infektionsgeschehen beschleunigt sich

Vorarlberg / 28.09.2022 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Gesundheitsminister Rauch mahnt zu Vorsicht, will aber nicht Alarm schlagen.

SCHWARZACH Die Corona-Herbstwelle ist da. Mittlerweile gibt es keinen Zweifel mehr daran: Die Entwicklung bestätigter Neuinfektionen deckt sich mit der wachsenden Virenlast, die im Abwasser festgestellt wird, ebenso wie mit der Zunahme der Hospitalisierungen. Es gibt jedoch einen Unterschied zum Vorjahr: Der Zugang hat sich geändert. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) mahnt zu Vorsicht. Zugleich betont er jedoch, dass es in Anbetracht der „multiplen Krisenlage nicht notwendig ist, das Niveau des Alarmschlagens aufrechtzuhalten“. Zumal es die Impfung und Medikamente zur Behandlung schwerer Erkrankungsfälle gebe.

In Vorarlberg wurden gestern 398 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet und vorgestern 635. Bis Mitte September hatte es sich zuvor um einen Bruchteil davon gehandelt: An Spitzentagen waren allenfalls rund 200 zusammengekommen. Die Zahl bestätigter Fälle pro 100.000 Einwohner und Woche ist auf 611 geklettert.

Zunächst ist damit spekuliert worden, dass das nur damit zusammenhängen könnte, dass mehr getestet wird. Das allein kann es jedoch nicht sein. Die steigende Virenlast im Abwasser weist darauf hin, dass Corona mehr und mehr zirkuliert.

Außerdem liegen immer mehr Menschen mit bestätigter Infektion im Spital. Gestern waren es 37 im Land. Das Prognosekonsortium des Gesundheitsministeriums rechnet mit einer anhaltenden Zunahme in absehbarer Zeit.

Die Herbstwelle wird vom Konsortium darauf zurückgeführt, dass sich das Alltagsleben aufgrund der niedrigen Außentemperaturen in Innenräume verlagert und es nach Ende der Urlaubzeit wieder zu mehr Kontakten in Schulen und an Arbeitsplätzen kommt. Das begünstigt Ansteckungen.

In allen Teilen des Bodenseeraumes werden bei unterschiedlichen Teststrategien steigende Werte festgestellt. Damit einher gehen durchwegs Appelle, Schutzmaßnahmen, wie das Maskentragen, zu pflegen sowie sich impfen zu lassen. JOH

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